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Firmen wollen ein letztes Mal vom Steuertrick profitieren

Die Steuerreform hat paradoxe Auswirkungen: Unternehmen reizen ein Schlupfloch aus, das Ende Jahr eingeschränkt wird.

Jeder Fall muss individuell beurteilt werden, denn jeder Kanton setzt die Reform anders um: Sitz von Ernst & Young in Zürich. Foto: Dominique Meienberg
Jeder Fall muss individuell beurteilt werden, denn jeder Kanton setzt die Reform anders um: Sitz von Ernst & Young in Zürich. Foto: Dominique Meienberg

Er habe leider wirklich keine Zeit für ein Gespräch, ruft der Steuerberater einer grossen Zürcher Kanzlei ins Telefon. «Wir stehen aktuell alle um 4 Uhr morgens auf und arbeiten bis in den Abend.» Er schiebt noch ein «Sorry!» nach. Dann legt er auf.

Die Schweizer Beraterbranche erlebt intensive Zeiten. Der Grund: In gut fünf Wochen, am 1. Januar 2020, tritt die Steuerreform in Kraft, die das Volk im Mai angenommen hat. Für viele Unternehmen bedeutet dies eine massive Umstellung. Die kantonalen Gewinnsteuersätze sinken. Alte Privilegien fallen weg. Je nach Firmendomizil stehen unterschiedliche neue Steuerinstrumente zur Verfügung. Wer sie schlau nutzt, kann ab dem neuen Jahr sehr viel Geld sparen.

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