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Für Drinks auf dem Heimweg: SBB testen die Bar auf Rädern

Das Feierabendbier im Speisewagen bekommt Geschwister: In den nächsten drei Monaten können SBB-Passagiere unterwegs Cocktails schlürfen.

Der neue Barwagen der SBB fährt auf der Strecke Brig–Romanshorn. Bild: Medienstelle SBB/Ottavia Masserini.
Der neue Barwagen der SBB fährt auf der Strecke Brig–Romanshorn. Bild: Medienstelle SBB/Ottavia Masserini.

Wer seinen Feierabend einläuten will, hat auf dem Nachhauseweg eine Möglichkeit mehr. Die SBB lancieren ein neues Angebot: die Train Bar. Sie lockt mit Drinks, deren Namen auf die Schienen passen. So gibts etwa den Roten Pfeil, einen Drink aus Gin, Vermouth, Appenzeller Alpenbitter und Orangenzeste. Oder den Rum Express, einen Cocktail mit Rum und Cola. Die Chefin von Elvetino, der Gastro-Tochter der SBB, verkündete die News selbst auf Twitter.

Das Angebot befindet sich noch in der Testphase. Vorerst wurde nur das Unterdeck eines Speisewagens für das Angebot umgestaltet. Er fährt zu gewissen Zeiten auf der Strecke zwischen Romanshorn und Brig.

Professioneller Barkeeper

Jeweils am Abend serviert ein professioneller Barkeeper im Zug seine Drinks. Damit potenzielle Kunden nicht auf gut Glück jeden Zug absuchen müssen, haben die SBB einen Fahrplan veröffentlicht.

Der Test läuft bis im März; wie es danach aussieht, hängt davon ab, wie die Passagiere das Angebot aufnehmen. Entschieden sei noch nichts, heisst es bei den SBB. Die ersten Reaktionen auf Social Media seien aber positiv, sagt eine Sprecherin der Bundesbahnen.

Einstiges Sorgenkind im Umbau

Die SBB-Tochter Elvetino, etwa wegen Ex-Chef Wolfgang Winter einst ein Sorgenkind im Konzern, machte in den vergangenen Monaten vor allem mit positiven Veränderungen von sich reden. So wurden etwa für die Lieferung von Gipfeli regionale Bäcker berücksichtigt. Und auch beim Bierangebot setzt Elvetino nun auf regionale Biere.

Grundsätzlich scheint Elvetino, seit Daniela Corboz 2018 als Chefin übernahm, vieles richtig zu machen. Bleibt also zu hoffen, dass der Train Bar mehr Erfolg beschieden ist als anderen Formaten. Man erinnert sich: Einst lud McDonald’s zum Essen auf Rädern ein. Das Konzept setzte sich nicht durch, wie einige Jahre später der Versuch, einen rollenden Starbucks zu etablieren. Ironie der Geschichte: In einem ehemaligen, umgebauten Starbucks-Wagen kann man sich nun die nächsten drei Monate Drinks gönnen.

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