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Heilmittel mit finanziellen Nebenwirkungen

Die teuren Medikamente gegen Hepatitis C belasten nicht nur das Schweizer Gesundheitswesen, sie stellen auch Ärzte und Krankenkassen vor Probleme. Selbst Apotheker haben keine Freude.

Apotheken verdienen an einer Packung Sovaldi knapp 200 Franken. Tönt nach viel, sei aber zu wenig. Foto: Gaëtan Bally (Keystone)
Apotheken verdienen an einer Packung Sovaldi knapp 200 Franken. Tönt nach viel, sei aber zu wenig. Foto: Gaëtan Bally (Keystone)

Weil die neuen und potenten Medikamente gegen die chronische Hepatitis-C-Erkrankung überaus teuer sind, hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) deren Abgabe an Patienten rationiert. Das sorgt unter Ärzten, Patienten und Krankenkassen für anhaltenden Ärger.

Das zeigt sich besonders am Präparat Sovaldi des US-Herstellers Gilead, das als eigentlicher Durchbruch in der Behandlung der potenziell lebensbedrohlichen Viruserkrankung gilt und seit letztem August in der Schweiz auf der Spezialitätenliste steht. Sovaldi darf aber nur in Kombination mit ein bis zwei anderen Wirkstoffen, darunter dem mit starken Nebenwirkungen einhergehenden Interferon, abgegeben werden. Und die Krankenkassen dürfen grundsätzlich nur diese Kombination in der obligatorischen Grundversicherung finanzieren.

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