In der Schweiz sind 33'700 neue Wohnungen in Sicht

Die Projekte für Mietwohnungen in der Schweiz boomen. Derzeit gibt es so viele Baugesuche und -bewilligungen wie nie zuvor.

«Wohnrenditeliegenschaften» bei Investoren äusserst beliebt: Baustellenzeichen vor einem Wohngebäude in Genf. (Archiv)

«Wohnrenditeliegenschaften» bei Investoren äusserst beliebt: Baustellenzeichen vor einem Wohngebäude in Genf. (Archiv) Bild: Martial Trezzini/Keystone

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Zurzeit sind in der Schweiz so viele neue Mietwohnungen wie noch nie in Sicht: «In den vergangenen zwölf Monaten wurden rund 33'700 Mietwohnungen geplant – ein neuer Höchstwert», heisst es im am Dienstag publizierten «Monitor Schweiz» der Credit Suisse.

Angaben über Grösse und Mietpreise der aktuell geplanten Wohnungen liegen keine vor, wie CS-Immobilienexperte Thomas Rieder zu «20 Minuten» sagt.

Die Zahl der in den letzten zwölf Monaten projektierten Mietwohnungen liegt um 2000 Wohneinheiten über dem Stand der Vorjahresperiode. Im ersten Quartal 2018 haben laut Credit Suisse die Bauprojekte wieder angezogen, nachdem sie im vergangenen Jahr leicht rückläufig gewesen waren. Bei Investoren seien «Wohnrenditeliegenschaften» wieder gefragt.

Was passiert nun mit den Mieten?

Ob die Rekordzahl neuer Wohnungen zu Mietsenkungen führen, sei stark vom Standort abhängig. Schon jetzt seien die Mieten ausgeschriebener Wohnungen aber im Schweizer Durchschnitt rückläufig, betont Rieder. «Bezahlbare Wohnungen in begehrter Lage sind jedoch noch immer rar.»

«Zwischen 2010 und 2015 stiegen vor allem bei 3-Zimmerwohnungen die Bauprojekte. Mittlerweile weisen diese die höchsten Leerstände auf, denn sie sind keine Universallösung», erklärt Rieder. «Für Singles sind solche Wohnungen vielerorts zu teuer und Paare suchen häufig 4-Zimmerwohnungen.»

Übernommen von 20 Minuten, bearbeitet von Tagesanzeiger.ch/Newsnet

Erstellt: 19.06.2018, 11:59 Uhr

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