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Iqbal Khan will das Geschäft mit den Superreichen ausbauen

Die Einheit zur Betreuung internationaler Topkunden bei der UBS wird neu organisiert, um sich auf die aussichtsreichen Mandate zu konzentrieren.

Holger Alich
Was bei der CS funktionierte, soll nun auch bei der UBS umgesetzt werden: Iqbal Khan. Foto: Reuters
Was bei der CS funktionierte, soll nun auch bei der UBS umgesetzt werden: Iqbal Khan. Foto: Reuters

Iqbal Khan, der seit Oktober Co-Chef der Vermögensverwaltung der UBS ist, trifft erste wichtige Entscheide: Er organisiert einen wichtigen Teil des Geschäfts neu. So wird die Einheit, die sich um superreiche Kunden kümmert (sogenannte Ultra-high net-worth individuals, UHNWI), zerschlagen. Die dort gebuchten Kunden werden aufgeteilt, erklären banknahe Quellen, die entsprechende Medienberichte bestätigen. UBS wollte keinen Kommentar abgeben. Als UHNWI gelten Menschen, die über mehr als 30 Millionen Dollar Vermögen verfügen.

«Jene Kunden, die keine Dienste der UBS-Investmentbank benötigen, werden wieder in die jeweiligen Regionen überführt», sagt eine Quelle. Ein Superreicher aus der Schweiz zum Beispiel, der keine Investmentbankdienste wie die Begleitung eines Börsengangs benötigt, wird künftig wieder von der Marktregion Schweiz unter der Leitung von Anton Simonet betreut.

Die verbleibenden superreichen Kunden, welche sehr anspruchsvolle Bedürfnisse haben, verbleiben in der UHNWI-Einheit. Sie wird mit dem Bereich Global Family Offices zusammengelegt. Das ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Investmentbank und der Sparte Vermögensverwaltung. Diese verbleibende UHNWI-Einheit soll von Josef Stadler geleitet werden.

Die UBS sieht Wachstumspotential

Die neue Kundensegmentierung zielt darauf ab, mit den Topkunden mehr Geschäfte zu machen und den Effort auf diese lukrative Zielgruppe zu konzentrieren. Für die UBS ist das Geschäft mit den Superreichen einer jener Bereiche, von denen sich die grösste Schweizer Bank Wachstum verspricht. Die bisherige Einheit Global UHNWI beschäftigt bis dato rund 1000 Kundenberater, die 720 Milliarden Dollar verwalten. Doch trotz grosser Mittelzuflüsse ging der Vorsteuergewinn der Einheit im dritten Quartal wegen gestiegener Kosten zurück.

Durch die Reorganisation der Einheit werden auch einige der Kundenberater in die Regionen Amerika, Asien-Pazifik, Europa-Nahost und Schweiz überführt. Dem Vernehmen nach sollen durch den Umbau auch Hierarchieebenen eingespart werden. Unklar ist noch, inwieweit dies einen Stellenabbau zur Folge haben wird.

Iqbal Khans Wechsel von der Credit Suisse zur UBS war mit erheblichem Lärm verbunden. Denn die Credit Suisse hatte ihren einstigen Starbanker beschatten lassen. Als das publik wurde, musste die Nummer zwei der CS, Pierre Olivier Bouée, die Bank verlassen. Khan soll der Vermögensverwaltung der UBS zu neuem Wachstum verhelfen. Durchgesickert ist bisher, dass er dafür auf den Ausbau des Kreditgeschäfts mit reichen Kunden setzt – ein Rezept, das bereits bei seinem alten Arbeitgeber funktioniert hatte.

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