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Jobs für Roboter? Gut so!

Digitalisierung und Roboterisierung bedrohen viele Jobs – und schaffen viele neue.

Schleichende Roboterisierung? Maschinen als Bedrohung anzusehen, ist ein Fehler.
Schleichende Roboterisierung? Maschinen als Bedrohung anzusehen, ist ein Fehler.
Benoit Tessier, Reuters

Ein kleiner Fehltritt und Steve war internationales Gespött. Der Roboter, der bei einer Firma in Washington als Sicherheitskraft arbeitete, ertränkte sich wegen eines kaputten Algorithmus in einem Brunnen. Und alle lachten. Versagende Roboter sind beliebt. Bei Youtube erreichen Videos von «Robot Fails» Millionen von Zuschauern. Irgendwie ist es beruhigend zu sehen, dass die künstliche Intelligenz uns vielleicht doch nicht so viel voraus hat wie befürchtet. «Durch so einen werde ich in meinem Job doch sicher nicht ersetzt!», denkt man sich und geht weiter unbekümmert seiner Tätigkeit nach.

Ein Trugschluss. Denn dass Maschinen in gewissen Bereichen besser funktionieren als menschliche Arbeitskräfte, ist ein Fakt. Es zeigt sich beim automatisierten Fahren, beim Fliegen mit Autopilot, beim Schachspielen – und ja, teils auch im Journalismus. (Analysen fallen zum Glück nicht darunter. Noch nicht.) Das als Bedrohung anzusehen, ist aber ein Fehler. Klar, viele Jobs werden durch Roboterisierung und Digitalisierung verloren gehen. Doch noch mehr neue werden geschaffen. Für die wird man ziemlich sicher andere Qualifikationen vorweisen müssen als bei vielen verschwindenden Berufen.

Dass Maschinen in gewissen Bereichen besser funktionieren als menschliche Arbeitskräfte, ist ein Fakt.

Die gute Nachricht dabei ist: Was die Digitalisierung ebenfalls mit sich bringt, ist ein Boom der Autodidaktik. Gitarre spielen, Eier pochieren, fotografieren oder coden – vieles kann man sich schon heute in Onlinekursen beibringen. Diese Entwicklung dürfte sich in Zukunft noch beschleunigen, die Anzahl der Möglichkeiten, sich in hoher Qualität digital aus- und weiterzubilden, sich vervielfachen.

Statt zitternd dem digitalen Wandel entgegenzusehen, sollten wir uns eher freuen: auf eine dynamischere Arbeitswelt, in der es vielleicht sogar einfacher sein wird, seine Träume zu verwirklichen als im bisher eher starren System.

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