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Lafarge machte angeblich Geschäfte mit dem IS

Der Zementriese hat der Terrormiliz offenbar Abgaben gezahlt. In einem Medienbericht erklärt Lafarge die Gründe.

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«Keine andere Möglichkeit»: Ein Lastwagen verlässt das Zementwerk in Karsdorf. (Archivbild)
«Keine andere Möglichkeit»: Ein Lastwagen verlässt das Zementwerk in Karsdorf. (Archivbild)
Keystone

Bis im September 2014 hat Lafarge eine Fabrik in Jalabiya, Syrien, betrieben. Eigentlich wollte das Unternehmen den Betrieb nicht einstellen, doch der «Islamische Staat» wurde immer stärker.

Anfänglich liess sich die Fabrik gemäss «Le Monde» auf Geschäfte mit den Extremisten ein – 2013 und 2014 zahlte sie dem IS Steuern für Treibstoff und Abgaben für Lastwagen an Kontrollstellen. Warum?

Lafarge: Sicherheit hat oberste Priorität

Es habe keine andere Möglichkeit gegeben. «Sobald der Konflikt die Gegend, in der sich das Werk befindet, erreichte, war es die erste Priorität von Lafarge, die Sicherheit und den Schutz der Mitarbeitenden zu gewährleisten, während die Planung für eine Schliessung des Werkes vorangetrieben wurde», zitiert die französische Zeitung Lafarge.

Letztes Jahr fusionierte Lafarge mit dem Schweizer Zementhersteller Holcim und benannte sich in LafargeHolcim um. Nach der Fusion ist der Konzern jedoch noch nicht in Hochform. Während Grossaktionär Thomas Schmidheiny noch im Juni 2015 prognostizierte, dass die Aktie «relativ zügig einen Kurs um 100 Franken erreichen» sollte, dümpelt sie ein Jahr später bei gut 42 Franken. Damit ist der Gesamtkonzern heute noch gut so viel Wert wie es die beiden Vorgängerfirmen einzeln waren.

Text enthält Elemente der Nachrichtenagentur SDA.

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