Zum Hauptinhalt springen

Lauber sollte pokern lernen

HSBC-Deal: Genfs Staatsanwalt mokiert sich über den Bundesanwalt.

Für 40 Millionen Franken hat sich die Genfer Tochter der Grossbank HSBC aus einem Geldwäschereiverfahren freigekauft. Der Deal ist das Ergebnis einer Pokerrunde, die man sich so vorstellen muss: Am 10. April 2015 trafen sich Genfs Generalstaatsanwalt Olivier Jornot und sein Vize Yves Bertossa mit einer HSBC-Delegation und drapierten auf dem Verhandlungstisch vier dicke Dossiers. Dann legten sie ihre Stirn in Falten und sagten mit unerschütterlichem Selbstbewusstsein: «Die Sache ist klar: In diesen vier Fällen wurde Geld gewaschen.»

Gelogen war das nicht. Die Staatsanwälte hatten viel belastendes Material – aber vor allem wenig Interesse, während Jahren in der halben Welt ehemalige HSBC-Kader zu jagen, um Beweise zu sammeln. Der Poker ging auf. Die Anwälte der Bank insistierten nicht. Sie waren beauftragt, die Sache aus der Welt schaffen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.