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Migros und Coop haben europaweit die höchsten Margen

Die Weko hat eine Erklärung, warum die Preise hierzulande höher sind als ennet der Grenze. Wie sich die beiden grössten Detailhändler rechtfertigen.

Eine Auswertung von Markenherstellern bringt Migros und Coop in Erklärungsnöte. Die Schweizer Detailhändler holen mit ihren Preisen mehr Marge heraus als ihre europäischen Pendants, wie die «Schweiz am Sonntag» schreibt. Sie bringen es demnach auf Bruttomargen von 40,2 (Migros) respektive 29,8 Prozent (Coop).

Für den Vizedirektor der Wettbewerbskommission (Weko), Patrik Ducrey, ist die hohe Marktkonzentration («faktisches Duopol») ein Grund, dass die Preise in der Schweiz höher sind als etwa in Deutschland. «Die hohen Bruttomargen sind eine Blackbox.»

Eigene Fabriken haben höhere Margen

Die Bruttomarge ist der Unterschied zwischen Verkaufspreis und Einkaufspreis ohne Mehrwertsteuer. Für Kartellrechtsexperte und Ex-Weko-Vizedirektor Patrick Krauskopf ist nicht ausgeschlossen, dass die Margen «aufgrund eines Marktmissbrauchs zustande kommen».

Mit der Auswertung konfrontiert, verweisen Migros und Coop darauf, dass sie viele Produkte in eigenen Fabriken herstellten, was zu einer höheren Bruttomarge führe. Auch die höheren Löhne und Mietpreise in der Schweiz tragen laut den beiden Konzernen zu den Margen bei. Ebenfalls verweisen sie auf den härter gewordenen Wettbewerb aufgrund der Konkurrenz im Ausland und im Internet, wie die «Schweiz am Sonntag» schreibt.

Markenfirmen sind auf Coop angewiesen

«Unsere Gewinnmarge von 1,7 Prozent ist im internationalen Vergleich tief», sagte Coop-Sprecher Ramón Gander der Zeitung. Migros-Sprecher Luzi Weber habe dagegen auf den Status als Genossenschaft verwiesen, wo keine Gewinnmaximierung angestrebt werde. «Es werden keine Dividenden an Aktionäre und keine Boni an Manager ausbezahlt.»

SDA/oli

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