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Muss CS-Chef Thiam nächste Woche gehen?

Die Beschattungsaffäre könnte Tidjane Thiam bald zum Verhängnis werden. Nächste Woche findet bei der Credit Suisse eine brisante Sitzung statt.

Tidjane Thiam könnte bereits nächste Woche ausgewechselt werden. Bild: Moritz Hager/Reuters
Tidjane Thiam könnte bereits nächste Woche ausgewechselt werden. Bild: Moritz Hager/Reuters

Vor der Verwaltungsratssitzung von kommender Woche verstärken sich die Spannungen bei der Credit Suisse. Der Verwaltungsrat könnte Bankchef Tidjane Thiam an seiner Sitzung auswechseln, berichtet «Bloomberg».

Verwaltungsratschef Urs Rohner bereite eine Liste möglicher Nachfolger vor. Gleichzeitig hätten Thiams Verbündete Rohner dazu aufgefordert, nächstes Jahr pünktlich zurückzutreten, wenn seine Amtszeit als Vorsitzender endet. Noch immer geniesst Thiam das Vertrauen von Grossaktionären wie den amerikanischen Harris Associates.

CS dementiert

Die Credit Suisse dementiert die Pläne zur Absetzung Thiams. «Die Geschichte hat keine sachliche Grundlage und wird von der Credit Suisse abgelehnt», zitiert «Bloomberg» eine Aussage, «die Rohner zugeschrieben» werde. Auf eine Anfrage dieser Zeitung verwies die CS auf dieses Dementi.

Diese Zeitung weiss allerdings, dass kommende Woche tatsächlich eine seit langem geplante Verwaltungsratssitzung stattfindet. Die Überwachungs-Affäre und das damit verbundene Image-Debakel sind dort ein Thema, wie gut informierte Quellen berichten. Die ständig neuen Enthüllungen rund um die Überwachung des früheren CS-Managers Iqbal Khan hat Thiam zugesetzt. Die Frage ist, ob ihn der Verwaltungsrat tatsächlich bereits nächste Woche fallen lassen wird oder ob er selber genug hat. Dass Thiam in einem halben Jahr noch im Amt ist, darauf wetten innerhalb der CS die wenigsten.

Die Credit Suisse Aktie verlor nach dem Bericht 1,7 Prozent und notierte Handel bei 12.22 Franken, dem tiefsten Stand seit dem 1. November.

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