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Neue Rekorde im Schweizer Aussenhandel

Die Schweiz hat im 1. Quartal 2018 Waren im Wert von über 57 Milliarden Franken ins Ausland verkauft. Auch beim Import wurde ein Rekord erzielt.

Nach dem kräftigen Schub im Schlussquartal 2017 nahmen die Exporte im 1. Quartal 2018 saisonbereinigt um 0,2 Prozent auf den neuen Rekordwert von 57,5 Milliarden Franken zu.
Nach dem kräftigen Schub im Schlussquartal 2017 nahmen die Exporte im 1. Quartal 2018 saisonbereinigt um 0,2 Prozent auf den neuen Rekordwert von 57,5 Milliarden Franken zu.
Gaetan Bally, Keystone
Damit setzte sich die positive Entwicklung der Vorperioden fort, teilt die Eidgenössische Zollverwaltung mit.
Damit setzte sich die positive Entwicklung der Vorperioden fort, teilt die Eidgenössische Zollverwaltung mit.
Steffen Schmidt, Keystone
Mehr Exporte bedeuten auch mehr Grenzekontrollen: Eine Zollmitarbeiterin kontrolliert mit Hilfe eines mobilen Scanners die Ladung eines Lastwagens.
Mehr Exporte bedeuten auch mehr Grenzekontrollen: Eine Zollmitarbeiterin kontrolliert mit Hilfe eines mobilen Scanners die Ladung eines Lastwagens.
Samuel Golay, Keystone
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Die Exporte der Schweiz sind im ersten Quartal 2018 weiter gestiegen. Sie legten um 0,2 Prozent zu. Die Importe nahmen um 4,1 Prozent zu. Das unterschiedliche Tempo führte zum niedrigsten Handelsbilanz-Überschuss seit viereinhalb Jahren.

Sowohl die Ausfuhren als auch die Einfuhren erreichten neue Höchststände, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Dienstag mitteilte. Bei den Exporten waren alle Exportschlager auf Wachstumskurs. Wachstumspfeiler waren Nordamerika und Europa. Bei den Importen erreichte die Chemie- und Pharmabranche neue Rekorde. Der Handelsbilanz-Überschuss lag bei 6,5 Milliarden Franken.

Die Exporte wuchsen innert Jahresfrist saisonbereinigt um 0,2 Prozent auf den neuen Rekordstand von 57,5 Milliarden Franken an. Damit setzte sich das Wachstum der Vorperioden fort. Seit Ende 2016 zeigen alle grossen Warengruppen einen positiven Trend.

Die Tabelle der Eidgenössischen Zollverwaltung.
Die Tabelle der Eidgenössischen Zollverwaltung.

Uhrenexporte legen zu

Die Chemie- und Pharmabranche als grösste Exportsparte führte 0,7 Prozent mehr aus. Die Uhrenexporte wuchsen um 4,9 Prozent. Das Niveau blieb allerdings unter den Höchstständen. Die Ausfuhren von Maschinen, Elektronik und Präzisionsinstrumenten stagnierten. Bei den übrigen Warengruppen belastete der Rückgang von 345 Millionen Franken bei den Flugzeugen das Ergebnis.

Geografisch führte die Schweiz in alle drei Hauptmärkte mehr aus. Obenaus schwang Nordamerika mit einer Zunahme von 3,9 Prozent. Um 1 Prozent stiegen die Exporte nach Europa, um 0,9 Prozent jene nach Asien. Dieses Trio bezog für 500 Millionen Franken mehr Waren als im Vorjahresquartal.

Dabei sackten die Exporte nach Grossbritannien um 410 Millionen Franken ab und jene nach Frankreich um 222 Millionen. Beide Länder zeigen seit Mitte 2016 eine unstete, insgesamt negative Tendenz. Während in Asien mehr Güter nach China und Hongkong gingen, sanken die Exporte in die Vereinigten Arabischen Emirate innert drei Monaten um 164 Millionen Franken.

Pharma- und Chemieimporte als Treiber

Die Importe stiegen bei drei der vier umsatzstärksten Warengruppen. 85 Prozent oder 1,7 Milliarden Franken der gesamten Steigerung machten die Importe chemisch-pharmazeutischer Produkte aus.

Sie kletterten um 14,7 Prozent und damit auf einen neuen Höchststand. Allerdings zeigte sich eine unstete, aber positive Tendenz dieser grössten Warengruppe. Insgesamt führte die Schweiz für 51 Milliarden Franken Güter ein.

Im Fahrzeugimport spiegelte sich mit einem Wachstum um 211 Millionen Franken die wechselhafte Entwicklung bei den Verkehrsflugzeugen wider. Die Einfuhr von Metallen zeigt seit Ende 2016 nach oben und erreichte den höchsten Wert seit zehn Jahren. Trotz der Stagnation bei Maschinen und Elektronik bestätigte sich der positive Trend der Vorquartale.

Bei der Herkunft konzentrierten sich die Mehrimporte auf die beiden grossen Beschaffungsmärkte Europa und Asien. Die Importe aus Asien stiegen in den vergangenen eineinhalb Jahren um 30 Prozent. Die Importentwicklung aus Nordamerika zeigte sich in der Zeitspanne volatil. Im ersten Quartal 2018 lag sie wegen gesunkenen Importen aus Kanada im Minus.

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