Zum Hauptinhalt springen

Russen und Saudis drehen Ölhahn auf

Wegen der zuletzt erhöhten Nachfrage will die Opec die Ölproduktion wieder ausweiten. Für Autofahrer würde dies zumindest kurzfristig günstigere Benzinpreise bedeuten.

Opec wird etwas mehr Öl fördern: Ein Mann reitet auf einem Kamel neben einem Ölfeld in Bahrain. (Archiv)
Opec wird etwas mehr Öl fördern: Ein Mann reitet auf einem Kamel neben einem Ölfeld in Bahrain. (Archiv)
Hasan Jamali, Keystone

Das Ölkartell Opec erwägt eine leichte Ausweitung der Öl-Förderung, ohne das selbst auferlegte Limit entscheidend zu überschreiten. Das wurde zu Beginn der Tagung der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) am Freitag in Wien deutlich. Es gehe darum, den Markt, der aktuell von einer hohen Nachfrage geprägt ist, zu stabilisieren, sagte der Ölminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Suhail Al-Mazrouei.

Für Autofahrer würde eine Produktionserhöhung zumindest kurzfristig wohl günstigere Benzinpreise bedeuten.

Der Pakt mit den Nicht-Opec-Ländern wie Russland stehe nicht zur Debatte. «Wir zerstören nicht, was wir in den vergangenen zwei Jahren aufgebaut haben.» Die Allianz von 24 wichtigen Ölförderländern hat sich ein Produktionslimit von insgesamt 32,5 Millionen Barrel (je 159 Liter) am Tag auferlegt.

Unter anderem durch Produktionsausfälle im krisengebeutelten Venezuela bleibt die Opec laut Experten sogar deutlich unter dieser Marke. Eine offizielle Erhöhung um eine Million Barrel, wie von einem gemeinsamen Komitee empfohlen, würde daher in der Praxis kein Überschreiten des Limits bedeuten.

Iran dagegen

Die Sitzung wird geprägt von Differenzen zwischen Saudiarabien und dem Iran. Teheran kann aus technischen und politischen Gründen seine Produktion nicht ausweiten und ist daher an einer Preispflege durch ein möglichst geringes Aufstocken der Opec-Förderung interessiert. Beide Länder trafen sich vor Beginn der offiziellen Sitzung, um die Vorgehensweise zu erörtern.

Die 14 Opec-Staaten werden sich am Samstag noch mit den zehn Nicht-Opec-Staaten beraten, um die gemeinsame Linie offiziell zu beschliessen.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch