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Sawiris’ Traum wird Wirklichkeit

Die Verbindung der Skigebiete Andermatt und Sedrun steht dank der Gondelbahn auf den Schneehüenerstock kurz vor der Vollendung.

nag
Beinahe fertig: Die Bergstation Schneehüenerstock. (4. Oktober 2018)
Beinahe fertig: Die Bergstation Schneehüenerstock. (4. Oktober 2018)
www.andermatt-swissalps.ch

Die Verbindung der Skigebiete Andermatt UR und Sedrun GR steht dank der neuen Gondelbahn auf den Schneehüenerstock kurz vor der Vollendung. Am Donnerstag haben die Verantwortlichen am Oberalp über den Stand der Bauarbeiten informiert. Sie scheuten keinen Aufwand.

Das herrliche Bergwetter alleine dürfte es nicht gewesen sein, das die zahlreichen Medienleute an diesem Herbstmorgen auf den Oberalppass lockte.

In Andermatt geht es dem Ägypter zu langsam vorwärts, aber er kann damit leben, wie er sagt: Samih Sawiris (l.) mit Franz-Xaver Simmen, dem Chef der Andermatt Swiss Alps AG. (23. November 2016)
In Andermatt geht es dem Ägypter zu langsam vorwärts, aber er kann damit leben, wie er sagt: Samih Sawiris (l.) mit Franz-Xaver Simmen, dem Chef der Andermatt Swiss Alps AG. (23. November 2016)
Alexandra Wey, Keystone
Dann mal prost: Investor Sawiris (rechts) stösst mit Joint-Venture-Partner Johan Beerlandt von der Besix Group an.
Dann mal prost: Investor Sawiris (rechts) stösst mit Joint-Venture-Partner Johan Beerlandt von der Besix Group an.
Alexandra Wey, Keystone
Grau in grau: Noch zeigt sich das Appartement-Haus Gotthard betonfarben vor den mächtigen Felsen im Urserental.
Grau in grau: Noch zeigt sich das Appartement-Haus Gotthard betonfarben vor den mächtigen Felsen im Urserental.
Alexandra Wey, Keystone
Ob es am nassen Wetter lag? Mit getrübtem Blick hält Franz-Xaver Simmen, Chef von Sawiris' Ferienresort Andermatt Swiss Alps, seinem Chef den Schirm. (23. November 2016)
Ob es am nassen Wetter lag? Mit getrübtem Blick hält Franz-Xaver Simmen, Chef von Sawiris' Ferienresort Andermatt Swiss Alps, seinem Chef den Schirm. (23. November 2016)
Alexandra Wey, Keystone
Kein Grund für Trübsal gibt der Blick in eine Musterwohnung: Holz und Tuch sorgen für rustikal-modernes Interieur.
Kein Grund für Trübsal gibt der Blick in eine Musterwohnung: Holz und Tuch sorgen für rustikal-modernes Interieur.
Alexandra Wey, Keystone
Bis zum Bezug dauert es noch eine Weile: Samih Sawiris bei der Baustellenbesichtigung. (23. November 2016)
Bis zum Bezug dauert es noch eine Weile: Samih Sawiris bei der Baustellenbesichtigung. (23. November 2016)
Alexandra Wey, Keystone
Mit Wildgeweih und Holzwänden: Das Innen der Resort-Appartements soll das Aussen der Bergwelt widerspiegeln.
Mit Wildgeweih und Holzwänden: Das Innen der Resort-Appartements soll das Aussen der Bergwelt widerspiegeln.
Alexandra Wey, Keystone
Erst grad wurde in Andermatt der Bau der grossen Gondelbahn Nätschen-Gütsch in Angriff genommen. (26. September 2016)
Erst grad wurde in Andermatt der Bau der grossen Gondelbahn Nätschen-Gütsch in Angriff genommen. (26. September 2016)
Urs Flueeler, Keystone
Mit von der Partie war auch Skipistenentwickler Bernhard Russi. (26. September 2016)
Mit von der Partie war auch Skipistenentwickler Bernhard Russi. (26. September 2016)
Urs Flueeler, Keystone
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Vielleicht war es die Ankündigung von Andermatt Swiss Alps, dass zwei Helikopter die Journalistinnen, Fotografen und Kameraleute auf den Schneehüenerstock fliegen würden, das Herzstück der neuen und bald vollendeten Verbindung zwischen den Skigebieten Andermatt und Sedrun. Vielleicht aber war es auch einfach die Neugierde darüber, ob der grosse Traum des ägyptischen Investors Samih Sawiris, die beiden Skigebiete zu vereinen, Wirklichkeit werden wird.

Auch für den Sommertourismus

Die Idee hinter jenem grossen Traum entstand vor bald sieben Jahren. Der Weg zum Ziel sei hart gewesen, das Bewilligungsverfahren aufwendig. «Über 500 Bundesordner trugen wir dafür nach Bern», sagte Peter Furger, Projektleiter der Skigebietsverbindung Andermatt-Sedrun. «Hie und da war es zum Verzweifeln.»

Doch mit der rund 11 Millionen Franken teuren Gondelbahn zwischen dem Oberalppass und dem Schneehüenerstock wird nun die letzte Lücke geschlossen zwischen Sedrun und Andermatt. Mit dem neuen Pistennetz eröffne man «eine neue Dimension», sagte Furger. Läuft alles nach Plan, können Wintersportler ab der kommenden Saison in beiden Richtungen zwischen den Skigebieten wechseln.

Der Ausbau soll nicht nur dem Wintertourismus dienen, sondern die Region auch im Sommer attraktiv machen – für Wanderer und Biker beispielsweise.

Drehscheibe der Verbindung

Gebaut wurden die neue Gondelbahn und die Pisten diesen Sommer und Herbst. Weil die Verantwortlichen die Auflage erhielten, dass sie erst ab August bauen durften, wird auch heute noch im Eiltempo am Feinschliff und der Umgebung gearbeitet. Schliesslich wisse man, was es heisse, wenn das Wetter nicht mitspiele, sagten die Verantwortlichen. Im Einsatz standen rund 120 Personen und über 30 schwere Baumaschinen. Helikopter flogen das gesamte Baumaterial auf den Gipfel. Die Gondelbahn verfügt über 14 Stützen und kann 2400 Personen pro Stunde ins Skigebiet befördern.

Auf dem Schneehüenerstock auf 2600 Metern über Meer kommen neu zwei Bahnen zusammen. Dort also entsteht die Drehscheibe der Verbindung. Mit der Aussicht ins Urserntal und in die Surselva soll sich die Station zum Hotspot entwickeln – dazu gehört auch ein Bergrestaurant mit fast 500 Plätzen.

200 Schneekanonen

Das Projekt umfasst auch eine neue Pumpstation an der Oberalppassstrasse. Diese versorgt die rund 200 Schneekanonen im Skigebiet mit gekühltem Wasser aus dem Oberalpsee. Damit können total 550’000 Quadratmeter Pisten beschneit werden. Für das im Jahr 2015 gestartete Projekt der Skigebietsverbindung Andermatt–Sedrun wird mit Kosten von rund 130 Millionen Franken gerechnet. Die gesamte Infrastruktur sei innerhalb des geplanten Rahmens bezüglich Terminen und Budget realisiert worden.

Die Planung dauerte sechs Jahre. Die Skiarena Andermatt-Sedrun verfügt über 120 Pistenkilometer und 22 Anlagen. Sie erstreckt sich bis auf den fast 3000 Meter hohen Gemsstock sowie über den Schneehüenerstock und den Oberalppass bis ins bündnerische Sedrun und Disentis.

Auch wenn die Sicht an diesem Donnerstag einmalig war, konnte man selbst von der ebenfalls neu erstellten Bergstation der Seilbahn Sedrun-Cuolm da Vi aus, wo die Medienleute auch hingeflogen wurden, die Dimension des fusionierten Skigebiets nur erahnen.

Heute darf er sich über seinen Erfolg freuen: Tourismus-Unternehmer Samih Sawiris posiert auf einem Bett im Hotel The Chedi in Andermatt. (Archiv)
Heute darf er sich über seinen Erfolg freuen: Tourismus-Unternehmer Samih Sawiris posiert auf einem Bett im Hotel The Chedi in Andermatt. (Archiv)
Keystone
Orascoms Hotel in den Schweizer Alpen: Das Chedi in Andermatt, das seit Dezember 2013 Gäste empfängt.
Orascoms Hotel in den Schweizer Alpen: Das Chedi in Andermatt, das seit Dezember 2013 Gäste empfängt.
Sigi Tischler (Keystone)
Am 6. Dezember 2013 war das Grand Opening gefeiert worden – die Hauptprobe mit geladenen Gästen.
Am 6. Dezember 2013 war das Grand Opening gefeiert worden – die Hauptprobe mit geladenen Gästen.
Keystone
Die Bauzeit des 300 Millionen Franken teuren Hotels betrug vier Jahre. Noch ist das Hotel nicht komplett fertiggestellt – der Innenausbau der benachbarten Residenzbauten muss noch beendet werden.
Die Bauzeit des 300 Millionen Franken teuren Hotels betrug vier Jahre. Noch ist das Hotel nicht komplett fertiggestellt – der Innenausbau der benachbarten Residenzbauten muss noch beendet werden.
Urs Flüeler (Keystone)
Keystone/Martin Ruetschi
Ein Spa-Bereich soll die Gäste verwöhnen: Der grosse Pool im Chedi.
Ein Spa-Bereich soll die Gäste verwöhnen: Der grosse Pool im Chedi.
Keystone
Im Private Dining Room können Weine degustiert werden (9. Dezember 2013).
Im Private Dining Room können Weine degustiert werden (9. Dezember 2013).
Keystone
Für das leibliche Wohl ist Mansour Memarien zuständig. Er kocht heute auch das Silvestermenü.
Für das leibliche Wohl ist Mansour Memarien zuständig. Er kocht heute auch das Silvestermenü.
Urs Flüeler (Keystone)
Bis zu 400 Personen haben gleichzeitig auf der Baustelle gearbeitet.
Bis zu 400 Personen haben gleichzeitig auf der Baustelle gearbeitet.
Urs Flüeler (Keystone)
Seit dem 20. Dezember 2013 kümmern sich rund 140 Angestellte um das Wohl der Gäste.
Seit dem 20. Dezember 2013 kümmern sich rund 140 Angestellte um das Wohl der Gäste.
Urs Flüeler (Keystone)
Verglast und im Endausbau: Der Pool im The Chedi.
Verglast und im Endausbau: Der Pool im The Chedi.
Keystone
Kunst im Raum: Ein Musterzimmer des Hotels The Chedi.
Kunst im Raum: Ein Musterzimmer des Hotels The Chedi.
Keystone
Edle Tropfen für gut betuchte Gäste: Weinschrank im The Chedi.
Edle Tropfen für gut betuchte Gäste: Weinschrank im The Chedi.
Keystone
Badezimmer in einer Suite: Musterzimmer im The Chedi.
Badezimmer in einer Suite: Musterzimmer im The Chedi.
Keystone
Chillen im Living-Room.
Chillen im Living-Room.
Keystone
Der stolze Besitzer: Samih Sawiris, Chef der Orascom Development Holding (OHD) und der Andermatt Swiss Alps AG, vor dem Hotel The Chedi, als es sich noch im Bau befand.
Der stolze Besitzer: Samih Sawiris, Chef der Orascom Development Holding (OHD) und der Andermatt Swiss Alps AG, vor dem Hotel The Chedi, als es sich noch im Bau befand.
Reuters/Arnd Wiegmann
Die Baustelle der Residenz des Hotels The Chedi in Andermatt, am Dienstag, 16. April 2013.
Die Baustelle der Residenz des Hotels The Chedi in Andermatt, am Dienstag, 16. April 2013.
Keystone/Sigi Tischler
Baustelle in imposanter Kulisse: Hier entstehen Appartements für das Swiss Alps Resort.
Baustelle in imposanter Kulisse: Hier entstehen Appartements für das Swiss Alps Resort.
Reuters/Arnd Wiegmann
Die Baustelle der Residenz des Hotels The Chedi.
Die Baustelle der Residenz des Hotels The Chedi.
Keystone/Sigi Tischler
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(SDA)

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