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Schweizer Bank einigt sich mit US-Justiz

Auch die Bank Linth hat im Steuerstreit mit den USA eine Einigung finden können. Die Busse ist vergleichsweise eine Bagatelle.

Einigung: Wie die Berner Kantonalbank wird auch die Bank Linth von der US-Justiz verschont. (19. Juni 2015)
Einigung: Wie die Berner Kantonalbank wird auch die Bank Linth von der US-Justiz verschont. (19. Juni 2015)
Ennio Leanza, Keystone

Die Bank Linth muss 4,15 Millionen Dollar, umgerechnet rund 3,8 Millionen Franken, bezahlen, wie das US-Justizdepartement heute Abend bekannt gab. Die Bank Linth habe seit dem 1. August 2008 insgesamt 126 Konten mit US-Bezug gehabt. Auf diesen Konten hätten sich Vermögen im Betrag von 102 Millionen Dollar (umgerechnet knapp 94 Millionen Franken) befunden.

Die US-Justizbehörden gaben zudem auch Einzelheiten zu der am Mittwoch bekannt gewordenen Einigung mit der Bank Sparhafen Zürich bekannt, die eine Busse von umgerechnet 1,67 Millionen Franken zahlen muss. Sie hatte seit dem 1. August 2008 91 US-Kundenbeziehungen mit einem Gesamtvermögen von 25 Millionen Dollar (umgerechnet rund 23 Millionen Franken) verwaltet.

Weitere Ermittlungsverfahren laufen

Beide Banken gehörten der sogenannten Kategorie 2 des Programms an, welches die US-Behörden zur Beilegung des Streits um unversteuerte Vermögen von Amerikanern auf Schweizer Bankkonten aufgelegt haben. Diese Kategorie ist für Banken bestimmt, welche mutmassliche US-Steuersünden in ihrem Kundenkreis hatten. Aus der Kategorie 2 haben sich bisher 13 Banken mit den US-Behörden geeinigt.

Das US-Justizministerium hatte seit Jahren gegen Schweizer Banken ermittelt und zur Beilegung des Steuerstreits 2013 ein Selbstanzeigeprogramm angeboten. Die Banken, die sich bisher geeinigt hatten, bezahlten Bussen in der Höhe von bis zu zehn Prozent der verwalteten problematischen Vermögen. Sie kamen aber bisher günstiger davon als erwartet, sehen doch die US-Justizbehörden Strafzahlungen von bis zur Hälfte der vor dem Fiskus versteckten Gelder vor. Weitere Einigungen mit den US-Behörden werden erwartet. Inzwischen sind aber auch einige Kategorie-2-Banken wie die Genfer Kantonalbank oder Barclays Schweiz aus dem US-Steuerprogramm ausgestiegen.

Automatisch in der Kategorie 1 landeten Banken, gegen die die US-Behörden bereits Verfahren wegen mutmasslichen Steuerdelikten eingeleitet hatten. Die beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse sowie die Bank Leumi kauften sich mit hohen Bussgeldzahlungen frei. Gegen Julius Bär, die Zürcher Kantonalbank und rund zehn weitere Banken laufen weiterhin Ermittlungsverfahren.

SDA/fal

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