Sheryl Sandberg: «Männer sahnen Lob für gute Ideen von Frauen ab»

Die Facebook-Geschäftsführerin spricht über Feminismus und weshalb kleine Mädchen nicht «bossy» sein dürfen.

Sheryl Sandberg bei einer Rede auf der Innovationskonferenz Digital-Life-Design in München im Januar 2019.

Sheryl Sandberg bei einer Rede auf der Innovationskonferenz Digital-Life-Design in München im Januar 2019. Bild: Lino Mirgeler/DPA/Keystone

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Facebook-Managerin Sheryl Sandberg sieht die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen auch in der Kultur vieler Unternehmen begründet. «Männer sahnen oft das Lob ab, wenn Frauen gute Ideen haben», so sehe es in vielen Meetings aus, sagte sie dem «Handelsblatt» vom Montag. Ausserdem werde Ehrgeiz bei Frauen und Mädchen noch immer oft negativ gesehen. «Schon zu kleinen Mädchen wird gesagt, dass sie ‹bossy› seien», kleine Jungs würden vielmehr als «natürliche Anführer» gesehen, so Sandberg.

Sandberg, Nummer zwei des US-Konzerns, äusserte sich zum Equal Pay Day in Deutschland am Montag. Der Tag beschreibt die statistische Lohnlücke von 21 Prozent zwischen Männern und Frauen – bis zu diesem Tag arbeiten Frauen in Deutschland theoretisch für umsonst. «Wenn es gelingt, diese Zahlen zu verbessern, wird sich das im Wirtschaftswachstum zeigen», sagte Sandberg dem «Handelsblatt». Für die Entfaltung des wirtschaftlichen Potenzials von Volkswirtschaften sei die Beteiligung von Frauen in der Arbeitswelt entscheidend.

Der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier sagte ebenfalls dem «Handelsblatt», es sei die grosse Aufgabe «unserer Generation», Gleichberechtigung zu erreichen. Er selbst bezeichne sich «aus vollem Herzen» als Feministen. (nag/AFP)

Erstellt: 18.03.2019, 11:35 Uhr

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