Schweizer Börse stürzt wegen Handelskonflikt ab

Der schwelende Handelsstreit zwischen den USA und China belastet nicht nur den Schweizer Aktienmarkt.

Die Anleger sind wegen des Konflikts verunsichert: Negativ-Zahlen auf einer Tafel in der Börse in Zürich. (Symbol)

Die Anleger sind wegen des Konflikts verunsichert: Negativ-Zahlen auf einer Tafel in der Börse in Zürich. (Symbol) Bild: Ennio Leanza/Keystone

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Der Schweizer Leitindex SMI ist am Nachmittag unter die Marke von 9'500 Punkten gesunken und notiert gegen 15.40 Uhr um 1,4 Prozent im Minus bei 9'488 Punkten. Ende letzter Woche hatte der SMI noch ein Allzeithoch von 9'786 Punkten erreicht.

Börsenstand um 16 Uhr. (Grafik: marktdaten.fuw.ch)

Im Handelskonflikt sind die USA und China wieder auf einem klaren Konfrontationskurs. Unmittelbar vor neuen Verhandlungen am Donnerstag in Washington warf US-Präsident Donald Trump der chinesischen Führung Wortbruch vor. Er will nun an diesem Freitag neue Sonderzölle gegen China verhängen. Ebenfalls beunruhigt sind die Investoren an den Finanzmärkten zudem wegen den neuen Spannungen zwischen USA und dem Iran.

Ähnliche Abgaben wie die Schweizer Indizes erleben auch der deutsche Leitindex Dax (-1,2%) oder der französische CAC40 (-1,6%). Der Eurostoxx liegt um 1,6% im Minus auf 3'364 Punkten. Und auch die US-Märkte sind mit klaren Abgaben in ihren neuen Handelstag gestartet, gegen 15.40 Uhr notiert der Dow Jones um 0,8 Prozent im Minus.

Am Schweizer Markt erleiden vor allem diverse konjunkturabhängige Titel deutliche Abgaben, wie etwa die Aktien der in China stark vertretenen Luxusgüterhersteller Swatch (-2,6%) und Richemont (-2,9%). Happige Verluste erleiden aber auch die Titel der international tätigen Banken. So sinken die Aktien des Vermögensverwalters Julius Bär wie auch der Grossbank CS um 3,3 Prozent und die UBS-Aktien stehen 3,2 Prozent im Minus. (nag/sda)

Erstellt: 09.05.2019, 16:19 Uhr

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