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SMI schüttelt Frankenschock ab

Die Schweizer Börse hat scheinbar keine Angst wegen der Aufhebung des Euromindestkurses: Der Leitindex hat die Verluste mehr als nur wettgemacht.

Der Schweizer Aktienmarkt steuert nach den erneuten Gewinnen vom Donnerstag auf die zehnte Woche mit Kursgewinnen in Folge zu. Seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses im Januar, als der Leitindex SMI innert Kürze auf unter 7900 Stellen zurückgefallen war, hat er sich stetig erholt. Das Niveau von vor dem Frankenschock ist bereits wieder übertroffen worden.

Mit 9339 Punkten erreichte der SMI am Donnerstagmorgen gar ein neues Mehrjahreshoch. Auf einem derart hohen Wert kursierte der Index zuletzt im Sommer 2007.

Bei Börsenschluss lag der Swiss Market Index (SMI) schliesslich 0,78 Prozent höher als am Vorabend bei 9328,48 Punkten. Der breite Swiss Performance Index (SPI) legte um 0,71 Prozent auf 9307,29 Punkte zu. Von den 30 wichtigsten Aktien schlossen 20 den Tag mit einem Kursplus und neun mit einem Minus.

Treiber für den Aktienmarkt sei nach wie vor die ultralockere Geldpolitik grosser Notenbanken, erklärten Händler. Der Aufwärtstrend des SMI wurde hauptsächlich vom Pharmakonzern Roche angetrieben. Dessen Genussscheine, die den Verlauf des SMI stark prägen, gewannen 1,6 Prozent an Wert, und dies ohne relevante News zum Unternehmen.

Konjunktursensitive Titel im Aufwind

Die beiden weiteren grosskapitalisierten Aktientitel – jener von Novartis (+1,0 Prozent) und der von Nestlé (+0,4 Prozent) – hinkten Roche deutlich nach. Zu den weiteren Kursgewinnern gehörten stark von der Konjunktur abhängige Unternehmen wie der Warenprüfkonzern SGS (+1,5 Prozent) oder der Luxusgüterkonzern Richemont (+0,9 Prozent).

Die Anteilscheine von Konkurrent von Swatch (+0,4 Prozent) konnten da nicht ganz mithalten. Vor allem auf den Börsenwert von Richemont wirkten sich damit die besser als erwartet ausgefallenen Exportdaten der Schweizer Uhrenindustrie aus.

Die Aktien von Holcim verteuerten sich um 1,1 Prozent, nachdem Lafarge-Aktionär Nassef Sawiris in einem Interview sagte, die Gespräche zwischen Holcim und Lafarge zur Rettung der geplanten Fusion machten «gute Fortschritte». Am Montag hatte Holcim bestätigt, dass mit Lafarge Neuverhandlungen über die Fusionsbedingungen geführt werden.

SDA/rub

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