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Steueroase Nummer eins

Geheimhaltung, Verneblung, Intransparenz – die Schweiz führt den Schattenfinanzindex 2018 deutlich an. Auf den zweiten Platz rückt eine Weltmacht vor.

Die Schweiz betreibe eine «starke Geheimhaltung», kritisiert das Netzwerk Steuergerechtigkeit.
Die Schweiz betreibe eine «starke Geheimhaltung», kritisiert das Netzwerk Steuergerechtigkeit.

Die Schweiz behält im Ranking der weltweiten Schattenfinanzzentren weiterhin die Top-Position: Wie das Netzwerk Steuergerechtigkeit am Dienstag darlegte, belegt die Schweiz im neuen weltweiten Index der schädlichsten Orte der Geheimhaltungs- und Steuervermeidungsindustrie den ersten Platz, wie schon im letzten Index.

Das Land betreibe eine «starke Geheimhaltung», kritisierte das Netzwerk Steuergerechtigkeit. Die USA rückten von Platz drei auf Platz zwei vor. Beide Länder wehrten sich dagegen, Konteninformationen von Ausländern mit deren Herkunftstaaten zu teilen. Damit schützten sie «Kriminelle und korrupte Eliten». Auf den Plätzen drei bis sechs folgen die britischen Cayman-Islands, Hongkong, Singapur und Luxemburg.

Der grosse Nachbar Deutschland rückte um einen Platz nach vorn, von acht auf sieben, da es in den vergangenen Jahren nur «vergleichsweise zögerliche Verbesserungen» gegeben habe, argumentiert das Netzwerk.

Verschiedene Kategorien im Index

Als Schattenfinanzzentren bezeichnet das Netzwerk Orte, die ein Unterlaufen von Steuergesetzen und Transparenzregeln begünstigen. Der erstellte Index setzt sich aus dem Geheimhaltungswert und dem Anteil des Gebietes am globalen Markt für grenzüberschreitende Finanzdienstleistungen zusammen. Untersucht werden etwa das Bankgeheimnis eines Landes, die Existenz öffentlicher Register und Jahresabschlüsse von Firmen sowie die Bereitschaft der Behörden zum Informationsaustausch.

Zu dem Netzwerk Steuergerechtigkeit gehören unter anderem Gewerkschaften, Umweltverbände und wissenschaftliche Institutionen.

(AFP)

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