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Streit um Bonuszahlungen für Krankenkassen-Vermittler

Versicherer wie Visana machen nach wie vor mit hohen Provisionen Jagd auf gesunde Kunden. Daran stören sich Konsumentenorganisationen.

Visana zahlt 150 Franken für die Vermittlung einer Grundversicherung: Sitz der Krankenkasse in Bern. Foto: Peter Schneider (Keystone)
Visana zahlt 150 Franken für die Vermittlung einer Grundversicherung: Sitz der Krankenkasse in Bern. Foto: Peter Schneider (Keystone)

Mit jeder Prämienrunde bei den Krankenversicherungen kommt dasselbe Spiel in Gang: Horden von Vermittlern greifen zum Telefonhörer und versuchen Versicherte zu einem Wechsel ihrer Krankenkasse zu bewegen. Ein lukratives Geschäft – den Vermittlern winken Provisionen in Millionenhöhe.

Die ausbezahlten Beträge bemessen sich an den Umsätzen, die der einzelne Vermittler den Versicherern einbringt. Besonders hoch sind sie bei den Zusatzversicherungen. Insgesamt belaufen sich die Provisionen auf einen Betrag zwischen 200 und 300 Millionen Millionen pro Jahr, wie die «Aargauer Zeitung» am Montag einen Branchenexperten zitierte. Die Provisionen zahlen viele Kassen aber nicht nur bei Zusatzversicherungen. Auch für die Vermittlung von Grundversicherungen, die für alle in der Schweiz wohnhaften Personen obligatorisch sind, fliesst Geld. Im letzten Jahr waren es knapp 27 Millionen Franken, wie die offiziellen Zahlen des Bundesamtes für Gesundheit zeigen.

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