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Strengere Regeln für UBS und CS

Die beiden Grossbanken müssen mehr Kapital für die Schweizer Töchter reservieren.

Zürcher Paradeplatz: Die Hauptsitze von UBS und Credit Suisse. (Archiv)
Zürcher Paradeplatz: Die Hauptsitze von UBS und Credit Suisse. (Archiv)
Walter Bieri, Keystone

Die Grossbanken haben sich in den vergangenen Monaten dagegen gewehrt. Der Widerstand war vergeblich. Gestern hat der Bundesrat die neuen Eigenmittelvorschriften für Schweizer Banken beschlossen. Davon betroffen sind besonders die UBS und die CS. Die neue Norm verlangt von ihnen, dass sie für ihre Schweizer Töchter grössere Kapitalpolster vorhalten.

Hintergrund ist, dass im Falle einer schwerwiegenden Krise die Tochtergesellschaften in verschiedenen Ländern auf die Kapitalreserven der Schweizer Konzernzentrale zugreifen müssen – das gilt besonders für die wichtigen Geschäftseinheiten in den USA oder Grossbritannien. Damit im Krisenfall genug Geld für die Schweizer Töchter von UBS und CS da ist, verlangt der Bundesrat nun stärkere Kapitalpolster.

Nachteil gegenüber ausländischen Geldhäusern

Auf 24 Milliarden Franken beziffert der Bund das zusätzlich notwendige Kapital auf oberster Gruppenstufe beider Banken. Die Kosten für die Grossbanken sind aber gering. Der Bund schätzt sie auf rund 170 Millionen Franken.

Aus Sicht der Banken sorgt die neue Verordnung aber dafür, dass in der Schweiz besonders strenge Regeln gelten, was die Institute gegenüber ausländischen Geldhäusern benachteiligt. Da die Grundzüge der Norm schon bekannt waren, reagierten die Aktien von UBS und CS kaum auf die Ankündigung. Beide Titel schlossen stärker als der Börsenindex SMI.

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