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Deshalb steigt Mobiliar bei Ringier ein

«Uns interessiert die Plattform-Ökonomie»: Der Schweizer Versicherer wird 25 Prozent am Medienunternehmen übernehmen.

Der Versicherungskonzern Mobiliar will laut Insidern einen Anteil an Ringier kaufen.
Der Versicherungskonzern Mobiliar will laut Insidern einen Anteil an Ringier kaufen.
Christian Beutler, Keystone

Was am Sonntagabend diese Zeitung mit Verweis auf Insiderkreise bereits meldete, ist nun bestätigt: Mobiliar beteiligt sich mit 25 Prozent am Ringier-Verlag. Noch am Sonntagabend wollten Urs Berger, Verwaltungsratspräsident der Mobiliar, und Ringier keinen Kommentar zum Thema abgeben.

Der Beteiligungserwerb soll in der ersten Hälfte 2020 abgeschlossen werden, heisst es nun in einer Mitteilung der Mobiliar. Sowohl Ringier als auch die Mobiliar sollen eigenständige Firmen bleiben. Die Höhe des Investments wollen die beiden Firmen nicht kommunizieren.

Markus Hongler, Chef der Mobiliar sagt zum Deal: «Ringier hat eine Reihe von Fähigkeiten und Stärken, die uns interessieren: die Plattformökonomie sowie die zielgruppengenaue, digitale Marktbearbeitung mit verschiedenen Instrumenten.» Hongler und Mobiliar-Verwaltungsratspräsident Urs Berger werden Einsitz nehmen in den Ringier-Verwaltungsrat.

Nicht die erste Partnerschaft

Der Einstieg des Versicherers bei Ringier ist nicht die erste Partnerschaft zwischen den beiden Firmen. 2016 hatte die Mobiliar 50 Prozent an der Scout24 Schweiz AG erworben. Unter dem Dach von Scout24 sind mehrere Online-Marktplätze zusammengefasst, etwa Autoscout24 oder Immoscout24. Von diesen Plattformen verspricht sich die Mobiliar offenbar einen positiven Effekt für das eigene Geschäft.

Bei der Übernahme der Aktien sprach Markus Hongler, CEO der Mobiliar, denn auch davon, dass man zusammen mit Ringier Scout24 Schweiz zum «führenden Schweizer Ökosystem rund um Autos und Gebäude ausbauen» wolle. Die Mobiliar beteilige sich deshalb an einem «digitalen Marktplatz nahe unserem Kerngeschäft».

Mobiliar mit Schritt ins Ausland

Die Mobiliar hatte erst vergangene Woche für Schlagzeilen gesorgt. Sie teilte mit, dass sie in Dublin eine Firma für sogenannte Add-On-Versicherungen gründen will. Dabei handelt es ich um kurzfristig abgeschlossene Versicherungen für einzelne Reisen oder Freizeitaktivitäten. Damit wagt die Mobiliar erstmals in ihrer Geschichte den Schritt ins Ausland.

«Für die Mobiliar ist es von entscheidender Bedeutung, frühzeitig neue Geschäftsmodelle zu testen, um das Unternehmen weiterzuentwickeln und so den unternehmerischen Erfolg langfristig sicherzustellen», liess sich Markus Hongler in einer Mitteilung zitieren. Das Geschäft mit Add-on-Versicherungen sei stark volumengetrieben, «weshalb sich die Mobiliar für den EU-Raum als attraktiven Markt mit einer halben Milliarde Konsumentinnen und Konsumenten entschieden hat», hiess es in der Mitteilung weiter.

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