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Weltbank-Chef kandidiert für zweite Amtszeit

Jim Yong Kim will sein Amt an der Spitze der Weltbank weiterführen. Innerhalb der Finanzorganisation ist er nicht unumstritten.

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Seine Kritiker werfen ihm Führungsschwäche vor: Kim an einer Pressekonferenz in Neu-Dehli. (30. Juni 2016)
Seine Kritiker werfen ihm Führungsschwäche vor: Kim an einer Pressekonferenz in Neu-Dehli. (30. Juni 2016)
Saurabh Das/AP, Keystone

Weltbank-Präsident Jim Yong Kim bewirbt sich für eine zweite Amtszeit an der Spitze der internationalen Finanzorganisation. Dies teilte die Bank am Dienstag in Washington zum Auftakt des Auswahlprozesses mit.

In den kommenden drei Wochen könnten weitere Kandidaturen eingereicht werden, über die dann in einem «offenen, leistungsorientierten und transparenten» Verfahren entschieden werde, hiess es in einer Erklärung des Weltbank-Vorstands.

«Führungskrise»

Der seit 2012 amtierende Präsident Kim ist nicht unumstritten. Anfang August hatte die Mitarbeitervereinigung der Weltbank in einem offenen Brief harsche Kritik an ihm geübt. In der internationalen Finanzorganisation herrsche eine «Führungskrise», welche die Weltbank auf längere Sicht irrelevant machen könnte, hiess es darin.

Die rund 15'000 Mitarbeiter zählende Vereinigung beklagte Intransparenz bei der Postenbesetzung, Führungsschwäche, interne Unzufriedenheit und ein Übergewicht der USA.

Amtszeit läuft 2017 aus

Kims Amtszeit läuft noch bis Mitte kommenden Jahres. Einer informellen Regelung zufolge stellten bislang die USA den Weltbankpräsidenten, während die Europäer den Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) bestimmen durften.

Der Weltbank-Vorstand betonte nun in seiner Erklärung, dass Nominierungen für den Spitzenposten «allen Ländern offen stehen».

Rektor an Eliteschule

Kim ist studierter Arzt und war früher Rektor der US-Elitehochschule Dartmouth College. Er ist der erste Weltbank-Präsident, der nicht aus Politik oder Finanzwelt rekrutiert wurde.

(SDA)

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