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«Kaderlöhne sollten nicht stärker steigen als die durchschnittlichen»

Der Finanzchef des Bundes greift die hohen Löhne der Spitzenbeamten an: «So verschärfen wir ein sozialpolitisches Problem», sagt Serge Gaillard.

Hält das Wachstum der letzten Jahre für ein eher ungesundes: Serge Gaillard im Finanzdepartement. Foto: Raphael Moser
Hält das Wachstum der letzten Jahre für ein eher ungesundes: Serge Gaillard im Finanzdepartement. Foto: Raphael Moser

Serge Gaillard war einst einer der bekanntesten Gewerkschafter der Schweiz. Nun übt er Kritik an den Löhnen von Spitzenbeamten und am Versuch der Politik, mit dem Lohnniveau in der Privatwirtschaft Schritt zu halten.

Die Kaderlöhne beim Bund sind in den letzten zehn Jahren stark gestiegen. So hat der Bundesrat im Jahr 2008 eine generelle Lohnerhöhung von 5 Prozent für das oberste Kader beschlossen. Die Entwicklung auf der obersten Hierarchiestufe schlug auch auf die Durchschnittseinkommen beim Bund durch: In den zehn Jahren von 2008 bis 2018 stieg der durchschnittliche Bruttolohn von 108120 auf 122214 Franken pro Jahr. Das entspricht einem Anstieg von 13 Prozent. Gemäss dem Landesindex der Konsumentenpreise gab es in diesem Zeitraum keine Teuerung.

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