Zum Hauptinhalt springen

Deutsche Steuersünder wollen Banken verklagen

Schwarzgeld-Kunden aus Deutschland verlangen von Schweizer Banken zu viel gezahlte Provisionen zurück. Rückenwind bekommen sie dabei vom Bundesgericht.

Deutsche Schwarzgeld-Kunden fordern einen Teil ihres Geldes zurück: Der Zürcher Paradeplatz mit den Sitzen der UBS (l.) und der CS. (16. Juli 2013)
Deutsche Schwarzgeld-Kunden fordern einen Teil ihres Geldes zurück: Der Zürcher Paradeplatz mit den Sitzen der UBS (l.) und der CS. (16. Juli 2013)
Gaetan Bally, Keystone

Deutsche Steuersünder überlegen sich Klagen gegen Schweizer Banken. Dabei sind insgesamt mehrere Milliarden Franken im Spiel, wie die «Sonntagszeitung» berichtet. Betroffen sind unter anderem die UBS und die Credit Suisse. Es geht um versteckte Vergütungen, sogenannte Retrozessionen, die Banken und Vermögensverwalter für ihre Vertriebsdienste zusätzlich kassierten.

Schätzungen zufolge haben eidgenössische Institute pro Jahr mehrere Milliarden Franken kassiert. Das Geld stand den Banken nie zu, stellte das Bundesgericht schon 2006 und noch einmal 2012 klar, sondern den Kunden. Die grosse Rückforderungswelle blieb bislang aus. Doch das ändert sich nun, da sich seit 2010 in Deutschland 120'000 Steuerhinterzieher selbst angezeigt haben.

Schwierige Schätzung

«Da kommt eine grosse Welle auf uns zu», sagt Helmut Schwärzler von der gleichnamigen Kanzlei, die sich auf die Vertretung vermeintlicher Bankopfer in der Schweiz und Liechtenstein spezialisiert hat. Ob es ein paar Dutzend, wenige Hundert oder am Ende sogar Tausende verärgerter Kunden sein werden, vermag er nicht abzuschätzen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch