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Studie: Aufschwung lässt ökonomische Unternehmensgewinne steigern

Schweizer Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen spüren den derzeitigen Wirtschaftsaufschwung.

Das zeigt eine Studie der Beratungsfirma IFBC bei knapp 140 Unternehmen. Ausgeklammert wurden der Finanz- und der Immobiliensektor. Untersucht wurden die operativen Gewinne sowie Kosten und Rendite des betriebsnotwendigen Kapitals, der so genannte ökonomische Gewinn, wie IFBC am Samstag mitteilte. Ausser im Gesundheitswesen konnten 2010 im Vergleich zum Vorjahr in allen Sektoren mehr Unternehmen ein Wachstum des ökonomischen Gewinns verbuchen. Auffallend war für die Autoren der Studie der Sektor Industrie- und Dienstleistung: 2009 steigerten lediglich 5 Prozent dieser Unternehmen ihre operative Performance, 2010 dagegen 88 Prozent. Unmittelbar nach der Krise sei das Niveau des ökonomischen Gewinns in diesen Firmen tief gewesen, hiess es dazu. Treiber des ökonomischen Gewinns sind der Umsatz sowie die Kosten- und die Kapitaleffizienz. 35 Prozent aller untersuchten Betriebe konnten sich 2010 bei allen drei Indikatoren verbessern. 2009 waren es lediglich 6 Prozent gewesen. Überproportional vom Aufschwung profitierte der Sektor Industrie und Dienstleistung. Nicht immer risikogerechte Renditen Bei der operativen Performance lagen 40 Prozent aller Betriebe auf oder über dem Niveau der Jahre vor der Krise. Im Sektor Verbrauchsgüter lagen zwei Drittel der Betriebe wieder auf dem Vorkrisen-Niveau. Von den Industrie- und Dienstleistungsbetrieben konnten lediglich 35 Prozent mit dem Wachstum von 2010 den Einbruch durch die Krise wettmachen. Bemerkenswert ist laut den Autoren der Studie, dass zwei von drei untersuchten Betrieben aus dem operativ investierten Kapital keine risikogerechte Rendite erwirtschafteten. Dies gelte sowohl für 2010 als auch für den Zeitraum 2003 bis 2010. Ausnahmen waren die Sektoren Chemie, Rohstoffe und Bauwesen sowie Telekom/Versorger: Bei der Mehrheit der Unternehmen dieser Sparten waren die ökonomischen Gewinne kurz- und auch langfristig positiv. Im Technologie-Sektor hingegen erwirtschafteten von 2003 bis 2010 im Durchschnitt nur zwei von zehn Firmen ihre Kapitalkosten.

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