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Studie zeigt Uneinigkeit über Aufstiegschancen von Frauen

Die Schweizerinnen und Schweizer sind sich nicht einig darüber, ob Frauen gleiche Aufstiegschancen in der Berufswelt haben wie Männer.

Laut einer Studie sehen Männer mehrheitlich keine Hindernisse für Frauen auf dem Weg an die Spitze, während Frauen von einer «gläsernen Decke» sprechen. 61 Prozent der Männer glauben nicht daran, dass Frauen durch sichtbare oder unsichtbare Hürden daran gehindert würden, Führungsfunktionen zu übernehmen. 73 Prozent der Frauen sind vom Gegenteil überzeugt. Dies ist einer der Schlüsse einer in der Schweiz und den USA durchgeführten Studie, welche die US-Botschaft am Dienstag in Bern präsentierte. Die Studie über geschlechterspezifische Fragen im Berufsalltag dient als Grundlage für ein Treffen von Amerikanerinnen und Schweizerinnen am (morgigen) Mittwoch in Bern. An der «Women's Conference» soll über die Gleichbehandlung der Geschlechter in der Berufswelt diskutiert werden. Gegen Frauenquoten In vielen anderen Fragen der Studie sind sich Frauen und Männer hingegen einig, dass die Frauen in der Berufswelt benachteiligt sind. Fast 80 Prozent der Schweizerinnen und die Hälfte der Schweizer finden, dass das Geschlecht einen Einfluss auf die Karriere hat. Quotenregelungen in Führungspositionen lehnt aber praktisch jeder Mann (89%) und jede zweite Frau (54%) ab. Auch bei der Lohnfrage sind sich die Geschlechter einig: 87 Prozent der Frauen und 57 Prozent der Männer glauben, dass Frauen weniger verdienen als Männer. Über zwei Drittel aller Befragten sind zudem überzeugt, dass sich eine Schwangerschaft negativ auf die berufliche Karriere auswirkt (Frauen: 89%, Männer: rund zwei Drittel). Die Vaterschaft tangiert die Berufsambitionen des Mannes hingegen kaum: Für 18 Prozent der Männer und nur gerade drei Prozent der Frauen ist dies der Fall. «Die Frauen in den USA wie in der Schweiz haben heute mit denselben Schwierigkeiten zu kämpfen. Zum Beispiel mit der gläsernen Decke oder der Vereinbarkeit von Arbeit und Familie», sagte Megan Beyer, Vorsitzende der Women's Conference und Frau des US- Botschafters Donald Beyer, vor den Medien in Bern. Uneinig beim Mutterschaftsurlaub Die Frage des Mutterschaftsurlaubs entzweit die Geschlechter. Während sich 59 Prozent der Frauen eine Verlängerung des heute in der Schweiz 14-wöchigen bezahlten Urlaubs wünschen, sind ebenso viele Männer dagegen. Beide Geschlechter stimmen hingegen überein, dass Männer Vaterschaftsurlaub bekommen sollen. Die Studie «Building Bridges - An Action Plan for Women's Leadership» wurde von der Universität George Washington durchgeführt und steht unter der Schirmherrschaft der US-Botschaft. Befragt wurden in der Schweiz 1100 Personen.

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