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«Substanzieller» Schuldenschnitt für Griechenland nötig Juncker spricht von Einigung auf höhere Bankenbeteiligung

Griechenland benötigt einen «substanziellen» Schuldenschnitt.

Das sagten verschiedene EU-Finanzminister am Samstag vor Beginn des Ratstreffens in Brüssel. Klar ist inzwischen offenbar, dass die Banken bei der Griechenland-Hilfe tiefer in die Tasche greifen sollen. Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker erklärte am Samstagmorgen, dass sich die 17 Finanzminister am Freitagabend darauf verständigt hätten, dass es bei der Griechenland-Hilfe eine «erhebliche Anhebung des von den Banken zu übernehmenden Beitrags» geben müsse. Er gehe davon aus, dass die Vorbereitungen so weit gediehen seien, dass die Entscheide fallen könnten. Das sei aber «aus einigen Gründen» nicht bei den Gipfeltreffen am Sonntag möglich. Deshalb gebe es den weiteren Gipfel am Mittwoch. Zuvor hatte Juncker die «desaströse Aussenwirkung» kritisiert, welche die Aufteilung der Gipfel habe. Die österreichische Finanzministerin Maria Fekter wie auch der schwedische Finanzminister Anders Borg erklärten bei ihrem Eintreffen, ein «substanzieller» Schuldenschnitt für Griechenland sei nötig. «Es ist offensichtlich», sagte Borg. Die betroffenen Banken sollten sich dabei nicht auf ein erneutes Einspringen des Staats verlassen, um sich zu rekapitalisieren. «Ich denke, wir sollten nicht das Geld des Steuerzahlers benutzen», erklärte Borg nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters weiter. Im Juli war im Grundsatz bereits die freiwillige Beteiligung privater Gläubiger an einem zweiten Griechenland-Paket beschlossen worden. Dieses sah 109 Milliarden Euro Hilfe der öffentlichen Hand vor sowie 50 Milliarden Euro oder 21 Prozent Foderungsverzicht von Banken, Versicherungen oder Fonds bis 2014. Inzwischen ist bekannt, dass Griechenland einen noch höheren Finanzierungsbedarf hat. Wie hoch nun der Anteil der Banken effektiv sein soll, ist noch nicht definitiv entschieden. Laut Fekter wurde der einflussreiche EU-Wirtschafts- und Währungsausschuss (WFA) mit den Verhandlungen beauftragt.

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