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Sunrise ab 2012 auf dem St. Galler Glasfasernetz Erstmals gewinnt Stadtwerk zweitgrössten Telekomanbieter als Kunden

Der Telekommunikationsanbieter Sunrise startet im Februar 2012 mit einem Testbetrieb in der Stadt St. Gallen: 50 Haushalte werden über das Glasfasernetz der Stadtwerke mit Telefon-, Internet- und Fernsehangeboten bedient.

Das ist ein Novum in der Schweiz. Erstmals mietet Sunrise von einem Stadtwerk unbeleuchtete Glasfasern auf der «letzten Meile». Die St. Galler Stadtwerke (sgsw) stellen Sunrise durchgehende Glasfaserverbindungen von der Ortszentrale bis zu den Endkunden zur Verfügung, wie es in einem gemeinsamen Communiqué von Sunrise und sgsw vom Freitag heisst. Seit September 2009 erschliessen die sgsw die Stadt St. Gallen mit einem flächendeckenden Glasfasernetz. Ziel der Stadt St. Gallen ist es, bis 2014 rund 80 Prozent der rund 43'000 Wohnungen und Geschäftsräume mit einem Glasfaseranschluss auszustatten und den flächendeckenden Netzausbau bis 2019 abzuschliessen. Sunrise plant, ab dem dritten Quartal nächsten Jahrs seine Dienste auf dem gesamten Glasfasernetz der Stadt St. Gallen anzubieten. Konfrontation in Herisau und Teufen Gleichentags gab die Swisscom bekannt, die Gemeinden Herisau und Teufen AR in den kommenden Jahren mit Glasfaser zu versorgen und die Wohnungen und Geschäfte in den beiden Gemeinden an das schnelle Kommunikationsnetz anzuschliessen. Der Spatenstich für den Bau der Datenautobahn der Zukunft erfolge im Frühjahr, hiess es im Communiqué des «Blauen Riesen». Damit kommt es zur Konfrontation mit St. Gallisch-Appenzellischen Kraftwerken (SAK). Diese hätten darauf bestanden, die Leitungen auf dem letzten Teilstück vom Verteilschacht in den Strassen bis zum Anschluss in den Wohnungen alleine zu bauen, sagte Swisscom-Sprecher Olaf Schulze auf Anfrage. Für Swisscom sei dies nicht akzeptabel, denn es bestehe die Gefahr, dass sie nach Ablauf der Vertragsdauer von den SAK aus dem Netz gekippt werde. Man wolle zur Hälfte die eigene Infrastruktur in die Kooperation miteinbringen, erklärte die Swisscom. Die Swisscom bedauere, dass die Glasfasern nicht gemeinsam gebaut würden. Nun würden die beiden Unternehmen parallele Netze verlegen. Dies führe zu höheren Ausbaukosten und mehrmaligem Aufreissen der Strassen in Herisau und Teufen.

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