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Swatch will mehr Uhrengeschäfte in Deutschland eröffnen Hayek plädiert für Innovationen und Wertschöpfung im eigenen Land

Swatch will in Deutschland expandieren.

Vor allem in der Marke Swatch sieht Konzernchef Nick Hayek Potenzial, wie er im Interview mit dem deutschen «Handelsblatt» vom Mittwoch sagte. Derzeit betreibt der weltgrösste Uhrenkonzern in Deutschland 30 Geschäfte. Langfristig sollen es mehr als 50 werden. Die Ein-Marken- Geschäfte für Omega oder für Swatch seien zunehmend wichtig, sagte Hayek. «Sie schaffen die Umgebung, damit die Kunden Lust haben, die Uhren zu entdecken, die Stores bauen Hemmschwellen ab. Und dann kaufen die Leute auch spontan», so Hayek. Angesprochen auf den Wechselkurs zum Euro sagte Hayek, ein Rappen Veränderung koste 30 Millionen Franken Umsatz. Dennoch liegt für den Swatchchef die Lösung nicht im Kursverhältnis, sondern im Umdenken. «Alle Ländern, vor allem die USA, sind doch nur noch getrieben von der Börse oder diesen total oberflächlichen, manipulatorischen Ratingagenturen. Es scheint heute wichtiger, drei komische Buchstaben zu bekommen, als sich Gedanken über innovative neue Produkte und deren Herstellung zu machen», so Hayek. Die Versuchung sei gross, sich nur noch auf Forschung und Entwicklung zu konzentrieren und die Produktion in andere Länder abzuschieben. «Wir müssen sowohl Innovation als auch Wertschöpfung im Land behalten.» Die Krise in Europa wirkt sich zwar auch bei Swatch auf die Erträge aus. Die Absätze in Spanien würden weniger stark wachsen, jene in Griechenland seien «nicht so toll, aber wir haben dort trotzdem keinen unserer fast 100 Mitarbeitenden entlassen», so Hayek. Gerade Griechenland sei kulturell wichtig. Das Land könnte eine Brücke bilden zum Nahen Osten. Swatch erwirtschaftete im vergangenen Geschäftsjahr einen Rekordgewinn von 1,276 Milliarden Franken. Beim Bruttoumsatz knackte der Konzern die 7-Milliarden-Grenze. Zum Konzern gehören neben Swatch und Omega unter anderem die Marken Breguet, Glashütte Original und Longines.

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