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Swatch-Präsidentin: Starker Franken macht uns Bauchweh

Die hohe Bewertung des Franken ist gemäss Swatch- Präsidentin Nayla Hayek zurzeit das grösste Problem für den Uhrenkonzern.

«Wir arbeiten, wir erzielen wunderbare Ergebnisse - und dann frisst sie der Schweizer Franken wieder auf», sagte Hayek in einem am Freitag publizierten Interview. Swatch gehe es gut, die Geschäftszahlen der Gruppe seien phänomenal. Es sei die Schweiz, die leide, viele Arbeitsplätze seien gefährdet, sagte Hayek gegenüber den Zeitungen «Bund» und «Tages- Anzeiger». «Es ist nicht mehr so harmlos, wir müssen langsam aufwachen.» Viele Leute in der Schweiz seien diesbezüglich in einem tiefgefrorenen Zustand, sagte die Tochter des vor rund einem Jahr verstorbenen Firmengründers Nicolas Hayek. «Niemand reagiert, niemand tut etwas, es ist wie eine Starre.» Sie glaube aber nicht, dass sie diejenige sei, die Lösungen finden müsse. Anfang Juni hat der Uhrenkonzern bei der Wettbewerbskommission (WEKO) eine Untersuchung veranlasst, weil er nicht mehr alle Konkurrenten mit Uhrwerken beliefern will. Die Swatch-Gruppe ist die mit Abstand wichtigste Herstellerin von mechanischen Uhrenwerken - sie riskiert deshalb gegen das Wettbewerbsgesetz zu verstossen, wenn sie andere Unternehmen nicht beliefert. Swatch sei weiterhin bereit, Uhrwerke an Konkurrenten zu verkaufen, sagte Hayek. «Was wir nicht mehr wollen, sind Partner, die in einer Krise die gesamte Bestellmenge annulieren und so Arbeitsplätze gefährden - und später wiederkommen und fragen, warum die gewünschte Ware nicht geliefert werden kann.»

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