Swiss verlängert Flugstopp

Die Lufhansa-Gruppe, zu der die Swiss gehört, setzt ihre Flüge nach Tel Aviv auch am Donnerstag aus - ebenso die amerikanischen Airlines. Die israelische Fluggesellschaft reagierte umgehend.

Ein grosser Teil der Flüge fällt aus: Die Anzeigetafel am Flughafen von Tel Aviv. (23. Juli 2014)

Ein grosser Teil der Flüge fällt aus: Die Anzeigetafel am Flughafen von Tel Aviv. (23. Juli 2014) Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Wegen anhaltender Raketengefahr in Israel haben die Lufthansa und ihre Tochtergesellschaft Swiss auch für den Donnerstag sämtliche Flüge nach Israel aus Sicherheitsgründen gestrichen. Es lägen keine ausreichend belastbaren, neuen Informationen vor, die eine Wiederaufnahme des Flugbetriebs rechtfertigen würden, erklärte die Lufthansa in Frankfurt.

Auch die zweitgrösste deutsche Fluggesellschaft Air Berlin fliegt am Donnerstag nicht nach Israel. Air Berlin berief sich auf eine enge Zusammenarbeit mit den Behörden bei der Bewertung der Situation.

Die US-Luftfahrtbehörde zog ebenfalls nach: Fluggesellschaften aus den USA dürfen den internationalen Flughafen von Tel Aviv weiter nicht ansteuern. Die US-Luftfahrtbehörde FAA verlängerte am Mittwoch ein nach einem Raketeneinschlag in der Nähe des israelischen Flughafens verhängtes Verbot um 24 Stunden. Grund sei die «potenziell gefährliche Situation» durch den anhaltenden Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen. Die FAA hatte am Dienstag Flüge von US-Airlines von und nach Israel untersagt.

«Keine Option»

Der von Israel angebotene Ausweichflughafen sei wegen der fehlenden Abfertigungsmöglichkeiten keine Option, sagte ein Lufthansa-Sprecher. Israel hatte den Militärflughafen Ovda in der Negev-Wüste nördlich von Eilat als Ausweichmöglichkeit für internationale Flüge geöffnet.

Die Verlängerung des seit Dienstag geltenden Flugstopps um 24 Stunden trifft im Lufthansa-Konzern 20 Flüge der verschiedenen Gesellschaften wie Swiss, Austrian, Lufthansa oder Germanwings aus Zürich, Frankfurt, Köln, München, Wien und Brüssel.

Air Berlin musste nur einen Flug aus Düsseldorf in die Wirtschaftsmetropole Tel Aviv absagen. Den Passagieren wurden von beiden Gesellschaften kostenlose Umbuchungen angeboten.

El Al erhöht Kapazitäten

Der Gaza-Krieg beeinträchtigt derzeit den internationalen Luftverkehr nach Israel massiv. Am Mittwoch sind israelischen Angaben zufolge 80 von insgesamt 209 Flügen nach Tel Aviv gestrichen worden. Dies erhöhte den politischen und auch wirtschaftlichen Druck auf Israel deutlich. Vor allem die israelische Tourismusbranche fürchtet Einbussen.

Die israelische Fluggesellschaft El Al erhöhte angesichts des Flugstopps ihre Kapazitäten. Nach Informationen der Swiss wurden etwa die Verbindungen zwischen Tel Aviv und Zürich mehr als verdoppelt. El Al führte am Mittwoch drei zusätzliche Flüge durch, dabei kamen zum Teil auch grössere Maschinen zum Einsatz als üblich.

Eine Reihe weiterer europäischer sowie amerikanischer Gesellschaften stellten ihre Flüge nach Tel Aviv vorübergehend ein. Am Dienstag untersagte die US-Luftfahrtbehörde FAA allen US-Gesellschaften die Flüge. Auch Air France strich seine Linienflüge zum Airport Ben Gurion, Israels «Tor zur Welt».

Lufthansa entschuldigte sich bei seinen Kunden für die Unannehmlichkeiten durch den Konflikt zwischen Israel und den Palästinenser-Gebieten und bot neben Umbuchungsmöglichkeiten auch die Erstattung des Ticketpreises an. (ldc/sda/AFP)

Erstellt: 23.07.2014, 14:29 Uhr

Airlines streichen Flüge nach Israel. (Video: Reuters)

Artikel zum Thema

Kerry landet in Tel Aviv – trotz US-Flugverbot

Der US-Aussenminister reiste heute zu Verhandlungszwecken nach Tel Aviv. Zuvor hatten mehrere Fluggesellschaften ihre Flüge in die israelische Stadt gestrichen. Mehr...

Swiss streicht Flüge nach Israel

Die Lufthansa-Gruppe, zu der die Swiss gehört, fliegt ab sofort nicht mehr nach Tel Aviv. Auch zahlreiche weitere Fluggesellschaften stoppen aus Sicherheitsgründen ihre Flüge nach Israel. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Werbung

Weiterbildung

Ausbildung & Weiterbildung Finden Sie die passende Weiterbildung Technischer Kaufmann, Deutsch lernen, Coaching Ausbildung, Präsentationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung

Blogs

Sweet Home 1 Grillpoulet – 10 Rezeptideen

Geldblog Wo kann ich noch rentabel investieren?

Abo

Abo Digital - 26 CHF im Monat

Den Tages-Anzeiger unbeschränkt digital lesen, inkl. ePaper. Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Die Welt in Bildern

Gespenstische Stimmung: Ein Vogel fliegt während des letzten Vollmondes des Jahres über den Statuen der Katholischen Hofkirche in Dresden. (12. Dezember 2019)
(Bild: Filip Singer) Mehr...