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Swissair und SAirGroup erzielen 2010 29 Millionen Fr. aus Liquidation Zweite Abschlagszahlung voraussichtlich im Sommer 2011

Die Liquidation von SAirGroup und Swissair geht weiter.

Alle Anfechtungsklagen sind inzwischen erledigt. Insgesamt sind bei der Swissair 2010 Zahlungen von insgesamt rund 29,4 Millionen Fr. eingegangen. Im Sommer 2011 ist eine zweite Abschlagszahlung an die Gläubiger vorgesehen. Wie dem am Donnerstag veröffentlichten Zirkular des Swissair- Liquidators Wenger Plattner an die Gläubiger zu entnehmen ist, flossen 2010 unter anderem der Swissair Zahlungen zu des lokalen Liquidators in England von 2,3 Millionen Fr. sowie 1,46 Millionen Fr. vom Syndicat National des Agences de Voyages (SNAV). Im Rahmen einer weiteren Abschlagszahlung erhielt die Swissair auch eine weitere Dividendenzahlung von rund 11,4 Millionen Fr. der SAirGroup Finance (NL). Und im Januar 2010 hat die Viktoria Lebensversicherung der Swissair ein Guthaben von rund 11,5 Millionen Fr. ausbezahlt. Mit dem Fonds zugunsten der Vorsorgeeinrichtungen der SAirGroup (FZVS) konnte im Sommer ein Vergleich abgeschlossen werden und FZVS erstattete der Swissair Beträge im Umfang von rund 2,4 Millionen Fr. zurück. Anfechtungsklagen erledigt Alle von der Swissair eingeleiteten Anfechtungsklagen seien erledigt, stellt der Liquidator Karl Wüthrich fest. Noch ausstehend sei die Vollstreckung der in den Prozessen gegen die irische Flightlease und die Hong Kong Sinopec/Caosc zugunsten der Swissair ausgefallenen Urteile. Gemäss diesen wurde Flightlease zur Zahlung von 8 Millionen Fr. verpflichtet und Hong Kong Sinopec/caosc zur Zahlung von 380'879 Dollar. Insgesamt konnte nach Angaben des Liquidators nach Abzug der Kosten durch die Geltendmachung von Anfechtungsansprüchen ein Nettoergebnis von rund 37 Millionen Fr. plus 22,5 Millionen Dollar erzielt werden. Per Ende Jahr waren laut Zirkular verfügbare Aktiven von 443,422 (31.12. 2009: 421,8) Millionen Fr. vorhanden. Für die Forderungen der 3. Klasse würde dies eine Maximaldividende von 15 Prozent bedeuten, sofern die noch hängigen Kollokationsklagen abgewiesen werden. Sollten dagegen alle Klagen gutgeheissen und alle ausgesetzten Forderungen anerkannt werden, betrage die Minimaldividende 11,9 Prozent. Da mit der ersten Abschlagszahlung bereits 2 Prozent ausbezahlt wurden, beträgt die noch zu erwartende zukünftige Nachlassdividende deshalb zwischen 9,9 und 13 Prozent. Im weiteren Verlauf des Verfahrens gehe es darum, den Kollokationsplan weiter zu bereinigen und die noch vorhandenen Aktiven, insbesondere die Liegenschaften im Ausland, zu liquidieren, stellt der Liquidator fest. Ausserdem würden die Liquidationsorgane die Abklärungen betreffend Verantwortlichkeitsansprüchen abschliessen und allenfalls unter der neuen Zivilprozessordung Klagen einleiten. Schliesslich soll das Inkasso der Guthaben vorangetrieben werden.

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