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Swissmetal-Personal versammelt sich am Hauptsitz in Dornach

Rund 150 Beschäftigte des in der Krise steckenden Kupferprodukte-Herstellers Swissmetal haben sich am Donnerstagnachmittag zu einer Betriebsversammlung vor dem Hauptgebäude am Firmensitz im soloturnischen Dornach getroffen.

Die anwesenden Beschäftigten erteilten der Gewerkschaft Unia ein Mandat für Verhandlungen mit der Direktion, wie Fabienne Kühn von der Unia auf Anfrage erklärte. Für 16.15 Uhr sei ein Treffen mit der Swissmetal-Direktion vorgesehen. Eine Viertelstunde später hat Swissmetal-Verwaltungsratspräsident Martin Hellweg allerdings kurzfristig die Medien zu einer Information eingeladen. Gewerkschafterin Kühn bezeichnete diese Einladung als «seltsam». Grosse Unsicherheit bei Beschäftigten Die Mehrheit der Mitarbeiter des Standort Dornach rechne mittlerweile mit dem schlimmsten, sagte Unia-Sekretär Bruno Baumann auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Nur wenige Mitarbeiter hätten sich ihren Optimismus bewahren können. Die Mitarbeiter würden erst nach Beginn der Medienkonferenz von ihren Vorgesetzten telefonisch über die Ergebnisse informiert. Baumann bezeichnete dies als «Affront» gegenüber der Belegschaft. Auch nach der Betriebsversammlung wüssten die Angestellten nicht, ob sie morgen noch zur Arbeit erscheinen müssten. Kampfmassnahmen seien besprochen worden, aber schwierig zu ergreifen, da bereits heute niemand arbeite. Allenfalls werde nächste Woche an einer erneuten Betriebsversammlung über Kampfmassnahmen gesprochen, sagte Baumann. Produktion unterbrochen Swissmetal hatte am Montag die Produktion im solothurnischen Dornach unterbrechen müssen. 246 Arbeiter und weitere Temporärangestellte wurden nach Hause geschickt. Die Maschinen stünden still, weil eine Bank das Metalllager zur Kreditsicherung hatte schliessen lassen, hiess es. Swissmetal hat grosse finanzielle Probleme. Im letzten Geschäftsjahr fiel ein Verlust von 21,9 Millionen Fr. an - es war der dritte Jahresverlust in Folge. Ende Jahr verfügte Swissmetal über liquide Mittel von nur knapp 1,9 Millionen Franken. Das Unternehmen hat unter anderem einen Bankkredit von knapp 25 Millionen Fr. in seinen Büchern. Vergangene Woche übernahm beim Unternehmen eine neue Führungsmannschaft das Ruder. An der Generalversammlung wurde der Verwaltungsrat komplett ausgewechselt. Notiz an die Redaktion: Meldungen zur MK-Swissmetal und ZF folgen bis 20 Uhr

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