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Tabakindustrie drohen Milliardenkosten in Kanada

Ottawa In Kanada haben Tabakkonzerne einen herben Rückschlag erlitten.

Sie können nach einem Entscheid des Obersten Gerichts Kosten aus Haftungsklagen nicht auf den Staat abwälzen. Die Regierung könne für die Kosten solcher Verfahren - möglicherweise in Milliardenhöhe - nicht zur Verantwortung gezogen werden, entschied das Gericht am Freitag in Ottawa einstimmig. Die Zigarettenindustrie hatte argumentiert, der Staat habe den Tabakkonsum erlaubt und entsprechende Vorgaben gemacht - und müsse deshalb auch Verantwortung übernehmen. Mehrere kanadische Provinzen verlangen von den Konzernen einen Ausgleich für die durch den Tabakkonsum gestiegenen Gesundheitskosten und schrecken auch vor Gerichtsverfahren nicht zurück. Für die hier möglicherweise entstehenden Kosten für die Industrie muss die Regierung nun nicht mit geradestehen. In Kanada verwalten die Provinzen das öffentliche Gesundheitssystem. Geklagt hatten unter anderem R.J. Reynolds Tobacco sowie Rothmans Benson & Hedges, die zum Teil Philip Morris gehören. Kanada macht der Tabakindustrie bereits seit längerem schärfere Vorgaben als andere Länder und war 2001 das erste Land, das Warnhinweise auf Zigarettenschachteln angebracht hat.

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