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Time Warner kommt Basketball-TV teuer zu stehen

New York Hohe Lizenzgebühren für Basketball- Übertragungen machen dem US-Medienriese Time Warner zu schaffen.

Sie trugen im ersten Quartal deutlich zu einem Gewinnrückgang von zehn Prozent bei. Der Aufschwung auf dem TV-Werbemarkt, wo Warner mit Sendern wie HBO, CNN und TBS präsent ist, verhinderte zu Jahresbeginn jedoch Schlimmeres. Warner-Chef Jeff Bewkes sprach von einem soliden Start ins Jahr. Der Konzern sei auf dem Weg, seine Ziele fürs Gesamtjahr zu erreichen, sagte Bewkes bei der Vorlage der Zahlen am Mittwoch. Die gemeinsame Berichterstattung mit CBS über die Basketball-Uniliga NCAA zahle sich mittelfristig aus. Der Überschuss lag bei 651 Millionen Dollar. Das entspricht einem Gewinn je Aktie von 59 Cent. Analysten hatten im Schnitt mit 56 Cent gerechnet. Auch beim Umsatz übertraf Time Warner die Erwartungen. Das Unternehmen nahm 6,7 Milliarden Dollar ein und liegt damit sechs Prozent über dem Vorjahresquartal. Probleme mit Hollywood Die Fernsehsparte ragte mit einem Umsatzplus von 18 Prozent deutlich hervor. Vor allem die neu gestartete Übertragung der Basketball-Spiele liess die Amerikaner aufhören und führte zu mehr Schaltungen. Probleme bereitet weiter das Geschäft des Hollywood-Studios Warner Bros. Noch vor einem Jahr konnte Warner mit Kinoerfolgen wie «Sherlock Holmes» und «The Blind Side» aufwarten. Diese fehlen nun - der Umsatz ging um drei Prozent zurück. Das seit Jahren mit Schwierigkeiten kämpfende Print-Geschäft schlug sich zu Jahresbeginn gut. Nun setzt Warner auf ein neues Abo- Paket mit Apple für Kunden des «Time»-Magazins und von Blättern wie «Sports Illustrated» und «People». Zuletzt hatten Medienkonzerne weltweit von der Konjunkturerholung und dem damit einhergehenden Anziehen der Werbeausgaben profitiert. Warner-Konkurrenten wie CSB, Viacom und Discovery Communications überzeugten zu Jahresbeginn mit guten Quartalsergebnissen. Time Warner lässt sich nun vom jüngsten Gewinnrückgang nicht schrecken. Der Konzern rechnet fürs Gesamtjahr weiterhin mit einem Wachstum beim bereinigten Gewinn im niedrigen zweistelligen Bereich.

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