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Toyota will mehr Schlagkraft mit schlankerem Management

Tokio Der weltgrösste Autohersteller Toyota bläst zur Erneuerung: Mit einer drastischen Verkleinerung des Vorstands und einer Neuausrichtung auf Wachstumsmärkte wie China und Indien will der geschwächte Branchenführer wieder durchstarten.

Die Zahl der Vorstandsmitglieder werde von 27 auf 11 reduziert, gab Toyota-Präsident Akio Toyoda am Mittwoch bei der Vorstellung seines auf zehn Jahre angelegten Strategieplans «Global Vision» bekannt. Von diesem Paukenschlag verspricht er sich schnellere und effizientere Entscheidungen. Toyota wolle «sobald wie möglich» einen Betriebsgewinn von einer Billion Yen (zirka 11,2 Milliarden Franken) erreichen - fast doppelt so viel, wie der Konzern in dem noch bis 31. März laufenden Geschäftsjahr erwartet. Konzernchef Toyoda will den Fokus von entwickelten Märkten wie den USA, wo der Autohersteller im vergangenen Jahrzehnt mehr als die Hälfte seines Gewinns erwirtschaftet hat, künftig stärker auf rasant wachsende Schwellenländer wie China und Indien ausrichten. Diese aufstrebenden Märkte bildeten zusammen mit umweltfreundlichen Autos die künftigen Pfeiler des Unternehmens, sagte Toyoda. Bis 2015 soll auf diese Märkte 50 Prozent des Gesamtumsatzes entfallen. Im vergangenen Jahr waren es noch 40 Prozent gewesen. Bis 2015 will Toyota zudem zehn neue Hybrid-Modelle herausbringen. In China hinkt Toyota seinen Rivalen hinterher, allen voran General Motors (GM). Allerdings konnte sich Toyota trotzdem im vergangenen Jahr zum dritten Mal in Folge als weltgrösster Automobilhersteller behaupten. Toyota war im vergangenen Jahr insbesondere in den USA wegen angeblich klemmender Gaspedale unter heftigen Beschuss geraten. Als Reaktion darauf rief Toyota weltweit mehr als zehn Millionen Autos in die Werkstätten zurück. Viele der Vorwürfe wurden jedoch am Ende entkräftet. Dennoch beschädigten sie Toyotas Ruf als Qualitätsführer und verursachten dem Konzern vermutlich Milliardenkosten.

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