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Trichet gibt erneutes Signal für Zinserhöhung im Juli

Brüssel Trotz der Schuldenkrise in Griechenland wird die Europäische Zentralbank (EZB) voraussichtlich nächste Woche die Zinsen erneut erhöhen.

EZB-Chef Jean-Claude Trichet signalisierte am Donnerstag bei einer Anhörung im Europa-Parlament in Brüssel, dass die Zentralbank an ihrer Absicht einer geldpolitischen Straffung festhält. «Die derzeitige Zinspolitik ist konjunkturstimulierend. Wir sind in einem Zustand hoher Wachsamkeit», betonte Trichet. Die Formel «hohe Wachsamkeit» gilt unter Experten als Hinweis auf eine kurz bevorstehende Zinserhöhung. Der EZB-Rat trifft sich am kommenden Donnerstag, um über den Leitzins zu beraten. Trichet hatte bereits nach der jüngsten Sitzung im Juni angedeutet, dass angesichts der erhöhten Inflationsrisiken im Juli eine geldpolitische Straffung ansteht. Im Juni haben sich die Lebenshaltungskosten in der Euro-Zone zum Vorjahr um 2,7 Prozent erhöht. Die EZB sieht stabile Preise bei einer Teuerungsrate von knapp unter zwei Prozent gewährleistet. Die EZB hatte im April die Zinswende eingeleitet und den Schlüsselzins auf 1,25 Prozent erhöht. Experten rechnen mit einem weiteren Zinsschritt um einen Viertelprozentpunkt auf 1,5 Prozent im Juli. Trichet hatte bereits Anfang der Woche Zweifel an einer bevorstehenden Zinserhöhung im Juli gedämpft, in dem er von «hoher Wachsamkeit» der EZB mit Blick auf die Preisentwicklung sprach. In der Schuldenkrise Griechenlands hatte das Parlament in Athen am Mittwoch dem Sparpaket der Regierung zugestimmt und damit eine Staatspleite abgewendet. Die Verabschiedung des Sparpakets ist Voraussetzung für weitere Milliarden-Hilfen von Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds (IWF).

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