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Trichet treibt den Euro - Anleihen-Auktionen beruhigen

Frankfurt Der Euro hat am Donnerstag von mehreren Seiten Unterstützung bekommen: Äusserungen von EZB-Präsident Jean- Claude Trichet, die erfolgreichen Auktionen spanischer und italienischer Anleihen sowie die Diskussion um eine Aufstockung des EU-Rettungsschirms halfen der Währung auf die Sprünge.

Sie stieg um 1,4 Prozent und kletterte erstmals seit mehr als einer Woche über die Marke von 1.33 Dollar. Zum Franken legte die Gemeinschaftswährung zwischenzeitlich bis auf 1.2886 Fr. zu. Für eine Überraschung sorgten die Äusserungen Trichets. «Er hat die Rhetorik ganz ordentlich verschärft», sagte ein Unicredit- Ökonom. Demnach seien im Dezember die Zinssätze «angemessen» gewesen, jetzt seien sie aber «noch angemessen». Die Aussicht auf eine mögliche Zinserhöhung lässt gewöhnlich die jeweilige Währung steigen. Auftrieb hatte dem Euro zuvor bereits die problemlos verlaufene Auktion spanischer und italienischer Papiere am Anleihen-Markt gegeben. Die Auktionen dämpften Spekulationen, dass nach Griechenland und Irland auch Portugal und möglicherweise sogar Spanien von den Euro-Staaten vor dem Zahlungsausfall gerettet werden müssen. EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso hatte angeregt, den Rettungsschirm für finanziell angeschlagene Länder der Eurozone auszuweiten. Deutschland und Frankreich lehnen dies aber ab.

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