Zum Hauptinhalt springen

Türkei glänzt mit höheren Wachstumsraten als China Hintergrund

Istanbul Boom am Bosporus: Die Türkei hat in den vergangenen Jahren nicht nur ihre Position als Regionalmacht gestärkt, sondern auch ihre Position als Wirtschaftsstandort ausgebaut.

Im ersten Halbjahr 2011 übertraf das Wirtschaftswachstum in der Türkei sogar das von China. Deutsche Unternehmen wollen davon künftig stärker profitieren. So wird Deutschlands grösster Handelskonzern Metro bis Ende 2012 insgesamt 24 neue Märkte in der Türkei eröffnen. Metro steigerte seit 2007 seine Umsätze in der Türkei jährlich um knapp 20 Prozent und will auch künftig im gleichen Tempo wachsen. Und Metro ist mit dem Engagement am Bosporus nicht allein. Der deutsche Energiekonzern E.on wählte die Türkei erst kürzlich als eine von drei Zielregionen aus, auf die er seine aussereuropäischen Aktivitäten konzentrieren will. Auch der Autohersteller Daimler und Europas grösster Hausgeräteproduzent Bosch Siemens Hausgeräte (BSH) planen weitere Millioneninvestitionen zum Ausbau ihrer Werke in der Türkei. Für Mercedes-Benz-Lkw ist die Türkei schon heute der drittgrösste Absatzmarkt nach Deutschland und Brasilien. Lange Zeit galt die Türkei als kranker Mann am Bosporus, doch dass hat sich in den vergangenen Jahren drastisch geändert. Nun blickt das Land selbstbewusst in die Zukunft. Experten erwarten bis 2020 ein jährliches Wirtschaftswachstum zwischen 4,5 und 5,0 Prozent. Starkes Bevölkerungswachstum in der Türkei Beflügelt wird der Aufschwung nicht zuletzt vom starken Bevölkerungswachstum und von der jungen Bevölkerung. Das Durchschnittsalter in der Türkei liegt bei nur 28 Jahren. In Deutschland liegt es bei rund 44 Jahren. Leben heute rund 77 Millionen Einwohner in der Türkei. So soll ihre Zahl bis 2015 auf 80 Millionen steigen. Das sorgt für einen Bauboom und für Nachfrage. Allein der Strombedarf soll sich nach Expertenschätzungen in den nächsten 15 Jahren verdoppeln.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch