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UBS plant Tochter für Schweizer Geschäft

In einem Ableger will die UBS das Privat- und Firmenkundengeschäft im Inland sowie die aus der Schweiz betreute Vermögensverwaltung vereinen. Hintergrund ist die «Too big to fail»-Debatte.

Will Schweizer Geschäft auslagern: UBS-Chef Sergio Ermotti, hier an der Bilanzkonferenz im Februar 2013
Will Schweizer Geschäft auslagern: UBS-Chef Sergio Ermotti, hier an der Bilanzkonferenz im Februar 2013
Steffen Schmidt, Keystone
Verantwortlich für die Strategie der UBS: Axel Weber, Präsident seit Mai 2012.
Verantwortlich für die Strategie der UBS: Axel Weber, Präsident seit Mai 2012.
Keystone
Möglicher Standort für weitere Tochter: UBS-Hauptsitz in London
Möglicher Standort für weitere Tochter: UBS-Hauptsitz in London
Keystone
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Der jüngste Quartalsbericht der UBS enthält ein pikantes Detail: Die Grossbank kündigt an, in der Schweiz eine neue Tochtergesellschaft gründen zu wollen. In diesem Ableger solle einerseits das Retail- und Firmenkundengeschäft verortet werden, andererseits aber vermutlich auch jene Wealth-Management-Geschäfte, die in der Schweiz gebucht werden. Entschieden ist allerdings noch nichts. Das schreibt die «Neue Zürcher Zeitung» in ihrer Ausgabe vom Freitag.

Der Schritt steht im Zusammenhang mit der «Too big to fail»-Debatte, wo es neben den Eigenkapitalanforderungen auch um die Abwicklung und Aufsplittung der Grossbanken in Krisenzeiten geht. Offenbar dürfte die neue Tochter als Vehikel dienen, in dem in einer Notlage das systemrelevante helvetische Kerngeschäft weitergeführt werden könnte.

Realisierung ab Mitte 2015

Die Umsetzung der Pläne soll etappenweise erfolgen und Mitte 2015 beginnen, wie die UBS schreibt. Die Umstrukturierung werde laufend mit der Finanzmarktaufsicht (Finma) besprochen und sei noch mit einer Reihe von Unsicherheiten verbunden, welche ihre Realisierbarkeit, ihr Ziel und ihr Timing noch beeinflussen könnten. Die Aufsichtsbehörde erklärte gegenüber der NZZ, dass die Ankündigung der UBS «auf einem strategischen Entscheid der Bank» beruhe.

Gemäss dem Finanzportal «Inside Paradeplatz» sieht das intern «White Bank» genannte Projekt neben den Plänen in der Schweiz vor, an den global führenden Finanzzentren London und New York je eine eigene Tochter aufzubauen. Die insgesamt drei «Baby»-UBS könnten einzeln restrukturiert, heruntergefahren oder verkauft werden. Sogar separate Börsenkotierungen wären demnach möglich.

Zielvorgabe ist die Ausarbeitung eines detaillierten Umsetzungskonzepts für eine auf die Zentren Zürich, London und New York aufgeteilte UBS. Gemäss dem Finanzportal hat die UBS-Spitze Stephan Zimmermann zum Leiter des Projekts ernannt. Der Partner von Ex-Bundesrätin Ruth Metzler hatte im Frühling dieses Jahres seine Chief-Operating-Funktion im weltweiten Wealth Management abgegeben. Damals liess die UBS verlauten, Zimmermann würde per Ende 2013 eine neue Funktion innerhalb der Bank übernehmen.

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