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Unia kritisiert Dumpinglöhne auf Berner Post-Baustelle

Die Gewerkschaft Unia hat einen weiteren Fall von Lohndumping in Bern publik gemacht.

Auf der Grossbaustelle der Berner Schanzenpost würden seit Mitte Juni etwa 14 Bauarbeiter aus der Slowakei für fünf Euro pro Stunde beschäftigt, kritisiert die Gewerkschaft. Die Slowaken führen auf der Baustelle Abbrucharbeiten und Asbestsanierungen durch. Nach Angaben der Gewerkschaft hausen die Arbeiter auf der Baustelle selbst. Sie seien im zweiten Untergeschoss eines Luftschutzkellers untergebracht. Die Bauarbeiten sollen bis zum nächsten April dauern. Die Unia verlangt, dass die Schweizerische Post als Bauherrin für korrekte Löhne und eine menschenwürdige Unterbringung sorgt. Am Freitagnachmittag fand eine Sitzung zwischen der Post und der Gewerkschaft statt. Die Post prüfe derzeit die Vorwürfe, teilte sie am Freitagabend mit. Als Bauherrin habe sie die deutsche Firma Howe damit beauftragt, die Reste von Schadstoffen aus der ehemaligen Schanzenpost fachmännisch zu entfernen. Die Post habe im öffentlichen Vergabeverfahren und im Vertrag explizit verlangt, dass die schweizerischen Minimallöhne für Maurer eingehalten werden. Eine weitere Zusammenarbeit mit der Firma Howe komme unter derartigen Umständen grundsätzlich nicht mehr in Frage, schreibt die Post. Die entsprechenden Schritte seien eingeleitet worden. Bereits vor zwei Wochen hatte die Unia vor der Baustelle der neuen Berner Kehrichtverbrennungsanlage gegen Dumpinglöhne protestiert. Sie kritisierte, dass auf dieser Grossbaustelle rund 40 Schweisser aus Bosnien zu Billigstlöhnen tätig seien.

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