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Universal bei EMI-Übernahme zu Zugeständnissen bereit

New York/Brüssel Der weltgrösste Musikkonzern Universal ist bei der Übernahme der Plattenfirma EMI zu Zugeständnissen bereit.

Die Vivendi-Tochter habe der Europäischen Kommission angeboten, den grössten Teil des wertvollen EMI-Labels Parlophone zu verkaufen. Dies sagten drei mit den Überlegungen vertraute Personen am Freitag. Das Geschäft mit lukrativen Bands wie den Beatles oder das deutsche Jazz-Label «MPS Records» stünde dabei jedoch nicht zum Verkauf, sagte eine der Personen. Die EU-Kommission fürchtete bei dem 1,9 Milliarden Dollar schweren Zusammenschluss der beiden Firmen eine grundlegende Veränderung der Musikindustrie und verlangte EU-Kreisen zufolge Konzessionen von Universal. Universal teilte mit, auf ein entsprechendes Gesuch der EU am Freitag reagiert zu haben. Die EU-Kommission bestätigte den Erhalt des Schreibens. Beide wollten sich zu Einzelheiten jedoch nicht äussern. Zu den möglichen Käufern für Parlophone gehören den Kreisen zufolge der Gründer von Virgin Records, Richard Branson. Auch das Gemeinschaftsunternehmen BMG Rights Management von Bertelsmann und dem Finanzinvestor KKR habe Interesse bekundet. Universal habe Parlophone BMG jedoch nicht angeboten, sagte eine weitere Person. Die EU-Kartellwächter hatten im Februar begonnen, die geplante EMI-Übernahme durch die Vivendi-Tochter Universal darauf hin zu prüfen, ob der Wettbewerb in der Europäischen Union leidet. Eine Entscheidung darüber soll am 27. September fallen.

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