Zum Hauptinhalt springen

Universal Music übernimmt EMI-Tonträgersparte

New York Die Plattenfirma Universal Music übernimmt das Tonträgergeschäft des angeschlagenen britischen Rivalen EMI.

Der Kaufpreis liege bei 1,2 Milliarden Pfund (1,7 Milliarden Franken), teilten der französische Universal-Mutterkonzern Vivendi und die US-Bank Citigroup als Verkäufer mit. Universal Music hatte sich zuletzt als Höchstbietender herauskristallisiert. Vivendi-Konzernchef Jean-Bernard Lévy versprach den Künstlern und Mitarbeitern am Freitag, sie würden in seiner Firma ein langfristiges und sicheres Zuhause finden. Zuletzt hatte EMI in kurzer Folge die Besitzer gewechselt und die Zukunft schien ungewiss. Die Citigroup war an die bekannte Plattenfirma gelangt, als der Vorbesitzer seinen Kredit nicht mehr zahlen konnte. Zu EMI gehören unter anderem die Labels Blue Note, Nashville und Virgin Records. Das zweite Standbein von EMI, der Musikverlag mit Rechten an 1,3 Millionen Songs, geht laut Medienberichten wohl an ein Konsortium um den japanischen Elektronikkonzern Sony. Dabei galt eigentlich BMG Music Publishing, ein Gemeinschaftsunternehmen des deutschen Medienkonzerns Bertelsmann und des Finanzinvestors KKR, als aussichtsreichster Bieter. EMI ist die kleinste der vier grossen, weltweit agierenden Plattenfirmen nach Marktführer Universal, Sony Music und Warner. Der Strukturwandel in der Branche mit einbrechenden CD-Verkäufen hatte dem Unternehmen schwer zu schaffen gemacht. Der frühere Eigner, der Finanzinvestor Terra Firma von Guy Hands, musste EMI schliesslich der Citigroup überlassen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch