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1 Milliarde für die Londoner Gurke?

Einst gehörte es der Swiss Re, nun hat das berühmte Hochhaus «Gherkin» wieder den Besitzer gewechselt. Ein Brasilianer soll dafür tief in die Tasche gegriffen haben.

Gehört jetzt einem brasilianischen Milliardär: Joseph Safra hat das «Gherkin» gekauft. (Archivbild)
Gehört jetzt einem brasilianischen Milliardär: Joseph Safra hat das «Gherkin» gekauft. (Archivbild)
AFP
Gebaut wurde die Londoner Sehenswürdigkeit vom Schweizer Rückversicherer Swiss Re, vor mehr als zehn Jahren. (10. März 2003)
Gebaut wurde die Londoner Sehenswürdigkeit vom Schweizer Rückversicherer Swiss Re, vor mehr als zehn Jahren. (10. März 2003)
Keystone
Danach ging die Gurke in den Besitz der deutschen Immobiliengesellschaft IVG über, die nun verkaufen muss, weil sie ihre Darlehen nur noch schwer begleichen kann. (Archivbild)
Danach ging die Gurke in den Besitz der deutschen Immobiliengesellschaft IVG über, die nun verkaufen muss, weil sie ihre Darlehen nur noch schwer begleichen kann. (Archivbild)
Reuters
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Das berühmte Londoner Hochhaus «Gherkin» (Gurke) hat einen neuen Besitzer. Die Safra Group des brasilianischen Milliardärs Joseph Safra teilte am Montag mit, sie habe das Gebäude gekauft.

Einen Preis nannte die Safra-Gruppe, zu welcher die Basler Bank J. Safra Sarasin gehört, nicht. Die «Financial Times» berichtete, es seien 726 Millionen Pfund (1,11 Milliarden Franken) geflossen. Angeboten worden war die Gurke für 650 Millionen Pfund.

Besitzerin in Finanznöten

Bauherr für das 180 Meter hohe, 41 Stockwerke umfassende Gebäude von Stararchitekt Norman Foster war einst der Rückversicherer Swiss Re. Die Schweizer hatten das Gebäude im Jahr 2007 für 600 Millionen Pfund an die deutsche Immobiliengesellschaft IVG verkauft. Diese aber geriet während der Finanzkrise ins Strudeln und konnte in der Folge nur noch schwer ihre Darlehen bei den Gläubigerbanken begleichen.

Das «Gherkin» ist zu einem Wahrzeichen für den Londoner Finanzdistrikt geworden. Weitere Berühmtheit erlangte das Gebäude durch mehrere Filme, darunter das Zauberer-Abenteuer «Harry Potter und der Halbblutprinz» und Woody Allens Melodrama «Match Point».

Safra will das Hochhaus «noch attraktiver machen», wie die Gruppe ankündigte. Von den Verbesserungen sollten die Bewohner profitieren. Die Safra Group verwaltet nach eigenen Angaben mehr als 200 Milliarden Dollar.

SDA/fko

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