100 Fahnder durchsuchen BMW-Zentrale

Wegen des Anfangsverdachts einer unzulässigen Software zum Abschalten der Abgasreinigung wurden Räume in München und im österreichischen Steyr durchsucht.

BMW erklärt, dass es sich nicht um eine Manipulation der Abgasreinigung handle: Die durchsuchte Konzernzentrale in München. (Archiv)

BMW erklärt, dass es sich nicht um eine Manipulation der Abgasreinigung handle: Die durchsuchte Konzernzentrale in München. (Archiv) Bild: Christof Stache/AFP

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Die Staatsanwaltschaft München hat BMW wegen des Anfangsverdachts einer unzulässigen Software zum Abschalten der Diesel-Abgasreinigung am Dienstag ins Visier genommen. Die Konzernzentrale in München und ein Standort in Österreich seien von insgesamt etwa 100 Beamten durchsucht worden, teilte die Behörde am Dienstag mit. BMW bestätigte das.

«Es besteht der Anfangsverdacht, dass die BMW AG eine prüfstandsbezogene Abschalteinrichtung verwendet (hat)», erklärten die Strafverfolger.

Sie hätten am 27. Februar ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen Betrugsverdachts eingeleitet. Schon länger ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Abgasbetrugsverdachts auch gegen die Volkswagen-Tochter Audi. Die Ermittler in beiden Verfahren tauschten sich aus, erklärte ein Insider.

Es geht bei BMW um 11'400 Fahrzeuge, die der Autobauer zurückrufen wolle, erklärte das Unternehmen. Bei internen Tests sei festgestellt worden, dass eine korrekt entwickelte Software irrtümlich den falschen Modell-Versionen zugeordnet worden sei. «Unverändert geht die BMW Group davon aus, dass es sich bei dem Vorfall um eine fehlerhafte Software-Zuordnung handelt und nicht um eine gezielte Manipulation der Abgasreinigung», ergänzte BMW. (nag/sda)

Erstellt: 20.03.2018, 16:36 Uhr

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