ANA-Dreamliner bleiben bis Ende Mai am Boden

Nach der Serie von Batterien-Pannen werden die Dreamliner der japanischen All Nippon Airways noch zwei weitere Monate nicht starten. Die Auswirkungen auf den Flugbetrieb sind enorm.

Boeings grösster Abnehmer von Dreamlinern: Eine Boeing 787 von All Nippon Airways in Frankfurt.

Boeings grösster Abnehmer von Dreamlinern: Eine Boeing 787 von All Nippon Airways in Frankfurt. Bild: Keystone

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Wegen der immer noch ungeklärten Batterieprobleme lässt die japanische Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) ihre 17 Dreamliner bis mindestens Ende Mai am Boden. In den Monaten April und Mai würden 1714 Flüge gestrichen, teilte die Airline mit.

Betroffen seien neben 1250 Inlandsflügen auch 464 internationale Flüge mit Zielen wie Frankfurt am Main, Seoul und Seattle. Insgesamt habe ANA seit dem von der US-Luftfahrtbehörde FAA verhängten Flugverbot im Januar mehr als 3600 Flüge annullieren müssen. All Nippon Airways ist Boeings grösster Dreamliner-Abnehmer.

Auslieferung gestoppt

Anfang Januar war bei einem Dreamliner der Fluggesellschaft Japan Airlines nach der Landung in Boston im US-Bundesstaat Massachusetts ein Feuer ausgebrochen. Eine Woche später musste eine weitere Boeing 787 der Gesellschaft All Nippon Airways wegen eines Brands auf einem japanischen Inlandsflug notlanden. Die US-Luftfahrtbehörde verhängte wegen der Zwischenfälle ein weltweites Flugverbot für alle im Einsatz befindlichen 50 Dreamliner.

Boeing stoppte die Auslieferung seines einstigen Prestigeflugzeugs, bis das Problem geklärt ist. Derzeit nimmt der US-Konzern Testflüge vor, bei denen Daten zu den problematischen Lithium-Ionen-Batterien gesammelt werden sollen. (kpn/AFP)

Erstellt: 25.02.2013, 09:53 Uhr

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