Alstom zahlt 772-Millionen-Busse in den USA

Mit einem Rekord-Vergleich schafft der französische Energiekonzern eine Korruptionsaffäre aus der Welt.

Manager des Konzerns sollen hohe Beträge an Berater und Poliziker geschleust haben: Das Alstom-Logo.

Manager des Konzerns sollen hohe Beträge an Berater und Poliziker geschleust haben: Das Alstom-Logo. Bild: Keystone

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Kurz vor der Übernahme durch den US-Industrieriesen General Electric (GE) hat Alstom eine Korruptionsaffäre mit einem Rekord-Vergleich aus der Welt geschafft. Wie das US-Justizministerium mitteilte, zahlen die Franzosen 772 Millionen Dollar.

Alstom-Manager sollen zwischen 2002 und 2009 hohe Beträge an Berater und Politiker geschleust haben, um Entscheidungsträger zu bestechen. Damit soll sich der Konzern einen Auftrag über 118 Millionen Dollar in Indonesien gesichert haben. Auch in Grossbritannien laufen Schmiergeld-Ermittlungen.

GE und Alstom hatten sich im Juni auf eine weitgehende Übernahme im Volumen von 12,4 Milliarden Euro geeinigt. Siemens hatte ebenfalls für die Franzosen geboten. GE-Chef Jeff Immelt will das Geschäft Mitte 2015 über die Bühne bringen.

An der Börse sorgte die Nachricht von der Rekordbusse für eine Achterbahnfahrt der Alstom-Aktie. (wid/sda)

Erstellt: 22.12.2014, 18:35 Uhr

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