Apple-UFO bei Angestellten unbeliebt

13'000 Mitarbeiter sollen bis Ende Jahr ins neue Hauptquartier einziehen. Doch der Widerstand ist gross.

Ein imposanter Bau: Das neue Apple-Hauptquartier. Video: Reuters

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Fünf Milliarden Dollar kostete Apples futuristischer Neubau. Aus der Vogelperspektive sieht der Apple Campus 2, das neue Hauptquartier, aus wie ein gelandetes Raumschiff. Die Anlage erstreckt sich über mehr als 70 Hektaren, allein der Fitness- und Wellnessbereich ist mehr als 9000 Quadratmeter gross.

Ausserdem sollen die Büros nach neusten Standards gestaltet worden sein. In den USA bedeutet das: Open Space, Grossraumbüros. Lange Tische also, statt kleiner Bürozellen. Das alles soll sich positiv auf die Produktivität auswirken – und bei den Mitarbeitern katastrophal angekommen sein.

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Gemäss einem Podcast des ausgezeichnet informierten Apple-Bloggers John Gruber habe insbesondere Johny Srouji, ein Hardware-Spezialist höheren Ranges, deutliche Worte gefunden: «Fuck that, fuck you, fuck this, this is bullshit.» Zwar bezeichnet Gruber die Informationen als «unbestätigt, weil aus dritter Hand», allerdings halten sich die Gerüchte hartnäckig, wonach viele Angestellte gegen einen Umzug in die neue Arbeitsstätte seien.

In Schritten von 500 Mitarbeitern pro Woche soll die neue Arbeitsstätte bis Ende Jahr komplett bezogen sein – mit total rund 13’000 Arbeitskräften. Weil der Prozess noch im Gang ist, sagte die Unternehmensleitung zu den angeblichen Unruhen bei den Angestellten nur, dass es noch zu früh sei, um Bilanz zu ziehen.

Offenbar hatte aber Sroujis Wutausbruch Erfolg: Sein Hardwareteam bekam ein eigenes Gebäude am Rande des Komplexes, wo man sich nicht an die Regeln des Hauptbaus halten muss. Ebenfalls nicht an die neue Sitzordnung halten müssen sich übrigens hochrangige Manager: Sie haben im vierten Stock separate Einzelbüros. (fas)

Erstellt: 19.12.2017, 11:16 Uhr

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