Video-Interview

«Apples Designklau ehrt uns»

Apple imitierte für das iPad das Design der SBB-Bahnhofsuhr. Davon betroffen ist auch die Firma Moser-Baer AG: Sie produziert die legendäre Uhr.

«Wir hoffen, vom Werbeeffekt zu profitieren»: Jürg Lutz, Geschäftsführer Moser-Baer AG.
Video: Jan Derrer

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Im Video erklärt Geschäftsführer Jürg Lutz, wie er den Ideendiebstahl von Apple zu seinen Gunsten wenden will. Und er verrät, ob sein Unternehmen ebenfalls von der Millionenentschädigung profitiert, die Apple den SBB bezahlt. Zudem zeigt das Video, wie eine Bahnhofsuhr entsteht.

Wie der «Tages-Anzeiger» berichtete, erhalten die SBB vom Apple-Konzern rund 20 Millionen Franken Entschädigung. Noch nicht von der Entschädigung profitiert hat der Zürcher Uhrenhersteller Mondaine. Er besitzt einen Lizenzvertrag mit den SBB und hat das Recht, Armbanduhren im SBB-Design zu produzieren und weltweit zu vermarkten.

Präsent auf den neuen Märkten

Die Moser-Baer AG stellt die legendäre Bahnhofsuhr seit bald siebzig Jahren in Sumiswald BE her. Pro Jahr liefert sie 200 Stück an die SBB. International beschäftigt das Unternehmen 300 Mitarbeiter, davon 200 in der Schweiz. Die Uhrensparte trägt den Namen Mobatime. Unter dem Namen Mobatec produziert Moser-Baer Medizinaltechnik.

Um die Europroblematik abzufedern, ist Moser-Baer auf aussereuropäische Märkte angewiesen. Unter anderem ist die Firma in China, Indien und Russland präsent. Zurzeit prüft Jürg Lutz den Einstieg in den brasilianischen Markt.

Erstellt: 21.11.2012, 12:25 Uhr

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