Auch Thomas Schmidheiny kassierte einst

Die aktuelle Affäre um Andy Rihs weckt Erinnerungen an einen anderen Patron.

Insidervergehen: Thomas Schmidheiny erwirtschaftete sich mit geheimen Hinweisen 2 Millionen Franken.

Insidervergehen: Thomas Schmidheiny erwirtschaftete sich mit geheimen Hinweisen 2 Millionen Franken. Bild: Keystone

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Den bekannten Schweizer Unternehmer und Milliardär Thomas Schmidheiny wurde vor knapp elf Jahren bei einem Insiderhandel erwischt. Der damalige Verwaltungsrat des Zuger Bergbauunternehmens Xstrata erfuhr im Dezember an einer Sitzung des Aufsichtsgremiums, dass eine Übernahme der spanischen Firma Asturiana de Zinc (Azsa) geplant sei. Vier Tage danach kaufte er Aktien der Azsa. Sieben Tage später wurde das Übernahmeangebot von Xstrata publik, worauf der Kurs der Azsa-Papiere deutlich anstieg. Schmidheinys Paket hatte damit auf einen Schlag rund 2 Millionen Franken an Wert gewonnen.

Anfang Januar 2001 verkaufte Schmidheiny sein Paket an die Xstrata. Die Sache flog jedoch auf, die spanischen Ermittlungsbehörden erhoben Anklage wegen Insidervergehens. Nachdem die «SonntagsZeitung» das Verfahren im Sommer 2002 publik gemacht hatte, zog sich Schmidheiny aus dem Holcim-Verwaltungsratspräsidium zurück. Im Herbst 2001 hatte er bereits die operative Leitung abgegeben. Im gleichen Jahr war er auch aus den Verwaltungsräten von Xstrata und Credit Suisse ausgetreten. Das Verfahren in Spanien endete mit einer Busse von knapp 1,5 Millionen Euro für Schmidheiny. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 31.03.2011, 08:44 Uhr

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